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Lübecks Baustellen: Wieder Panne bei der Koordination

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Untertrave“ am Hansemuseum wird für Wochen zur Einbahnstraße und Umleitung ist ebenfalls Baustelle

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Der Verkehr soll fließen, auch wenn in der Stadt mal gebaut wird. Das ist das Credo der Hansestadt Lübeck. Aber ausgerechnet bei den umfangreichen Arbeiten an der Untertrave ist genau das Gegenteil nämlich der Fall. Ab Montag wird hier eine Einbahnstraße eingerichtet. Aber: Die beiden möglichen Ausweichstrecken sind ebenfalls halbseitig gesperrt – und keiner hat’s vorher gemerkt.

Am Montag wird (wir berichteten) ab 7 Uhr die Straße „An der Untertrave“ zwischen der Drehbrücke und der Hubbrücke nur noch stadtauswärts befahrbar sein. Die Regelung soll für immerhin sechs Wochen gelten. Die Auswirkungen werden gravierend sein, denn bis Anfang Oktober werden in der Karlstraße – der eigentlichen Umleitungsstrecke – Rohre verlegt. Der Verkehr kann nur einspurig an der Baustelle vorbei geführt werden. Auch die zweite mögliche Umleitungsstrecke, die Große Burgstraße, ist durch Baustellen halbseitig blockiert.

Die Stadt hatte vor Tagen einräumt, keine Umleitungsstrecke für Ortsunkundige auszuschildern. Inzwischen gibt es doch eine Ausweichvariante: Von der Hafenstraße über den Brückenweg und die Falkenstraße geht es zum Mühlentorplatz. Von dort gebe es Schilder, die alle Richtungen ausschildern, sagt Stadtsprecher Marc Langentepe.. „Die Umleitungsbeschilderung wird erst ab kurz vor der Hubbrücke erfolgen, damit nicht noch mehr Verkehr auf die Nordtangente kommt“, so Langentepe.

Eine Verschiebung der Bauarbeiten vor dem Großprojekt Hansemuseum kam für die Stadtverwaltung nicht in Frage. Der Termin sei lange auch mit der Politik abgestimmt und den Anliegern besprochen, so Langetepe. Es gebe auch witterungsbedingt enge Zeitfenster für Straßenbauarbeiten. Warum die Absprache mit den anderen Baustellen nicht geklappt habe, sei noch nicht ganz klar. In der Karlstraße sind die Stadtwerke im Baueinsatz, in der Großen Burgstraße sind es die Entsorgungsbetriebe, die für Einschränkungen im Straßenverkehr sorgen.

„Behinderungen lassen sich aber nie vermeiden“, so Marc Langentepe. Als Beispiel nennt der Sprecher der Stadtverwaltung die Umleitungsstrecke für die Marlistraße. In der Arnimstraße sei es zu einem Schaden an einem Hausanschluss gekommen, der umgehend behoben werden musste. Die Baustelle sorge dann natürlich für erhebliche Behinderungen ...

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