Lübecks Bäume sprechen mit den Besuchern

Jörn Kolpe, der den Bäumen seine Stimme geliehen hat, Björn Peters und Michaela Marer vom Bereich Stadtgrün stellten die App am Mittwoch vor. Fotos: JW
Jörn Kolpe, der den Bäumen seine Stimme geliehen hat, Björn Peters und Michaela Marer vom Bereich Stadtgrün stellten die App am Mittwoch vor. Fotos: JW

shz.de von
08. September 2017, 15:49 Uhr

Auch Bäume haben spannende Geschichten zu erzählen. Wer im Drägerpark unterwegs ist und ein Smartphone dabei hat, kann sich die Geschichten ab sofort anhören. Die dazu benötigte App ist kostenlos erhältlich.

Von der Eiche bis zur Ulme, von der Linde bis zum Wilden Apfelbaum: All diese Bäume haben ihre Besonderheiten. Nicht zuletzt deshalb sind sie in den vergangenen Jahren einmal zum "Baum des Jahres" gekürt worden. Und seit 2015 sind sie alle im Drägerpark an der Wakenitz zu sehen - und jetzt auch zu hören.

Über ihr Aussehen, ihre Blätter oder ihren Wuchs kann man in jedem botanischen Lexikon etwas nachlesen. Was würden diese Bäume aber wohl über sich selbst erzählen, wenn sie sprechen könnten? Das haben sich die Mitarbeiter des Bereichs Stadtgrün und Verkehr auch gefragt und die App „Baumgeschichten – Mit dem Smartphone der Natur auf der Spur“ ins Leben gerufen.

„Zur Entwicklung dieser App haben wir uns in die Rolle unserer grünen Mitbewohner versetzt und für den Drägerpark die Audio-App ‚Baumgeschichten‘ entwickelt“, so Michaela Maurer vom Flächenmanagement, Bereich Stadtgrün und Verkehr. Jenseits der botanischen Fakten erzählen sie in kleinen Geschichten zum Anhören etwas über ihr Leben, wie etwa besondere Qualitäten und Eigenschaften, ihre Rolle in der Natur- und Kulturgeschichte, ihre Heilkräfte oder ihre mythologische Bedeutung.

Die App funktioniert auf Smartphones und Tablets mit den Betriebssystemen Android und IOS. Die künftigen Nutzer finden diese kostenlos im App Store. Nach erfolgreicher Installation muss Bluetooth aktiviert werden und der Spaziergang durch den Drägerpark kann beginnen. Die Bäume, die etwas zu erzählen haben, sind mit kleinen Hinweistafeln gekennzeichnet. Hält der Nutzer sich in der Nähe eines solchen Baumes auf, wird er über eine Nachricht dazu eingeladen, seine Geschichte über einen Audiotext anzuhören. Sobald die App geschlossen ist, wird keine Nachricht mehr versendet.

Das Gesamtprojekt hat inklusive Bäumen, Schildern und App rund 20  000 Euro gekostet.



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