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Lübecker Feuerwehr mit moderner Leitstelle

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vorteil: Bei Großschadenslagen stehen jetzt deutlich mehr Plätze zur Verfügung

Am Freitag, 24. März, um 5 Uhr ging die neue Leitstelle der Lübecker Berufsfeuerwehr in Betrieb. Jetzt wurde sie Innensenator Bernd Möller (Grüne) vorgestellt. „Es gab keine Probleme“, berichtet Nils Lüdemann, Leiter der Leitstelle. Ein Vorteil: Bei Großschadenslagen stehen deutlich mehr Plätze zur Verfügung.

Die bisherige Leitstelle aus dem Jahr 1984 machte zwang zur Improvisation. So nutzten die Beamten zur Aufzeichnung von Notrufen zwischendurch auch einfache Diktiergeräte. Immer wieder kam es zu Störungen, Ersatzteile waren für die alte Technik nicht mehr zu bekommen. Zuletzt machte ein Blitzschlag Probleme, der Teile der Anlage traf.

Im Jahr 2012 traf die Lübecker Bürgerschaft die Entscheidung, eine neue Leitstelle einzurichten. Alternativen – wie Zusammenlegung mit der Leitstelle Süd in Bad Oldesloe oder der Polizei – erwiesen sich als nicht praktikabel. Der Kostenrahmen von 1,3 Millionen Euro konnte eingehalten werden, der Zeitrahmen um nur einen Monat überschritten, da Teile der Telefonanlage verspätet geliefert wurden.

Um die 150 bis 250 Einsätze pro Tag kümmern sich tagsüber drei Disponenten, in der Nacht sind zwei Beamte vor Ort. Kurzfristig können insgesamt sieben Arbeitsplätze besetzt werden, dazu kommen bei großen Einsatzlagen vier weitere Notrufplätze. „Wartezeiten am Notruf gibt es nicht“, berichtet Nils Lüdemann. In seltenen Fällen, wenn zum Beispiel eine große Rauchwolke zu sehen ist, komme es zu kurzen Engpässen. Nach 30 Sekunden würde die Zahl der Anrufer aber wieder schnell abnehmen.

Eingerichtet ist die Leitstelle an der Autobahn Lübecker-Zentrum auch auf Digitalfunk. Wann der eingesetzt wird, ist noch unklar. Das Land beginnt im kommenden Jahr mit der Beschaffung von digitalen Funkgeräten für die Einsatzfahrzeuge. Die Umrüstung wird bis mindestens 2019 dauern.








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