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Lübecker CDU lehnt die Erstaufnahme ab

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Christdemokraten bestehen weiterhin auf Bau dezentraler Einrichtungen

Die Ernstaufnahmeeinrichtung (EAE) für etwa 800 Flüchtlinge, die das Land in der Hansestadt Lübeck bauen will, soll auf einem Grundstück an der Kronsforder Landstraße entstehen (wir berichteten). Auch mit Stimmen der CDU war vor Wochen der Verkauf eines städtischen Grundstücks im Bornkamp an das Land im Stadtparlament gescheitert. Ein Ablehnungsgrund: Die Einrichtung sei zu groß, das Land solle stattdessen dezentrale, kleinere Einrichtung schaffen.

Jetzt ist das Land mit dem Eigner eines Privatgrundstücks einig geworden. Die Lübecker CDU spricht sich erneut gegen den Bau einer Erstaufnahme dieser Größenordnung aus, wenngleich es keiner Zustimmung durch das Stadtparlamentes bedarf. „Für die Lübecker CDU ist klar, dass auch in der schwierigen Flüchtlingssituation den ankommenden Flüchtlingen deutlich klargemacht werden muss, dass unser Grundgesetz als Manifest unserer Lebensweise und unserer Kultur über allem, auch über dem Islam steht“, sagt Andreas Zander, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Lübecker Bürgerschaft.

„Für uns muss die Gleichstellung von Mann und Frau, ebenso wie Homosexualität und die Gleichrangigkeit aller Religionen ebenso akzeptiert werden, wie die Tatsache, dass auch Kinder Rechte haben. Unser Gesetz steht über der Familiensolidarität und nur wer das anerkennt hat eine Chance integriert zu werden“, sagt Aneta Wolter, Leiterin des Arbeitskreises Integration der Lübecker CDU. „Die Lübecker CDU steht weiterhin für eine Erstaufnahmeeinrichtung mit dezentralen Standorten in Lübeck. Wir werden auch weiterhin Einrichtungen mit mehr als 200 bis 250 Flüchtlingen ablehnen. Nur so können wir Flüchtlinge adäquat unterbringen, die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung gewinnen und Gewaltpotenziale in überfüllten Einrichtungen verringern“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Zander. „Ferner fordern wir die SPD geführte Landesregierung erneut auf, die von der CDU geführten Bundesregierung zur Verfügung gestellten Bundesmittel für die Flüchtlingsunterbringung 1:1 an die Kommunen weiterzugeben.“ Der ungebremste Zustrom von Asylbewerbern habe auch unter den Lübeckern zu Besorgnis und Ratlosigkeit geführt.

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