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Lübeck

19. Oktober 2017 | 02:48 Uhr

Lübeck wirbt im Ausland

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

300 000 Übernachtungen von ausländischen Gästen in diesem Jahr / 2016 sollen es 400 000 sein

Zwei Millionen Übernachtungen im Jahr 2020: So lautet die Kernaussage der Konzeptes „Lübeck 2020plus“, das aus dem Jahr 2012 stammt. Die Entwicklung dahin läuft gut. Mit einem Jahr Verspätung soll nun auch das Werben ausländischer Touristen verstärkt werden. Der Grund für die Verzögerung: Die erhofften Fördergelder blieben aus.

Lübeck verzeichnet rund 300  000 Übernachtungen von ausländischen Gästen in diesem Jahr. Den weitaus größeren Anteil mit deutlich über 1,2 Millionen Übernachtungen machen deutsche Touristen aus. Der Etat für die Auslandswerbung liegt bisher bei rund 30  000 Euro im Jahr. Benötigt werden mindestens 100  000 Euro Euro mehr.

Im Konzept von 2012 war deshalb vorgesehen, Fördergelder einzuwerben. Mindestens 50 Prozent des benötigten Geldes wurden erwartet. Doch Lübecks Tourismus-Chef Christian Martin Lukas hatte Pech. Das Land hat die Förderrichtlinien geändert. Geld gibt es nur noch für kleine und mittlere Unternehmen, Kooperationen gehen leer aus. Der für den 1. Januar 2015 geplante Start der Auslandskampagne musste kurzfristig abgesagt werden. Jetzt aber steht die Finanzierung: Zahlreiche Lübecker Unternehmen, vor allem aus dem Tourismusbereich, beteiligen sich. Die ursprünglich aus diesem Bereich vorgesehene Unterstützung von 80  000 Euro steigt auf gut 160  000 Euro jährlich – für einen Zeitraum von drei Jahren. „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Hansestadt Lübeck“, begründet Jens Musche, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes (dehoga) das Engagement.

Die Planungen wurden überarbeitet und das Engagement konzentriert. Eigene Werbung wird Lübeck nur in Dänemark, Schweden und den Niederlanden machen. So stehen für Dänemark rund 28  000 Euro zur Verfügung. Dort wird es eine Kampagne „Cool Lübeck“ geben.

In anderen Ländern wird Lübeck durch Tourismusverbünde, wie die Tourismusagentur Schleswig-Holsten, vertreten sein. Ursprünglich waren auch für Norwegen, Schweiz, Italien, Finnland und Großbritannien eigene Kampagnen geplant.

Lukas ist trotzdem optimistisch, dass die Steigerung von 300  000 auf 400  000 Übernachtungen ausländischer Gäste möglich ist. Durch die Nutzung von sozialen Netzwerken ist es preiswert möglich, die Zielgruppen zu erreichen.

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