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Lübeck

14. Dezember 2017 | 14:27 Uhr

Lübeck will fahrradfreundlich sein

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Hansestadt wird im kommenden Jahr unter anderem 1,1 Millionen Euro in Radwege investieren

Ab kommendem Jahr wird kräftig in Radwege in der Hansestadt investiert. Neben den 1,1 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt hat die Bauverwaltung die Förderung von vier Projekten beantragt, zum Beispiel für die Radwege an der Roeckstraße und der Schwartauer Allee.

Lübeck soll jedes Jahr fahrradfreundlicher werden – so sehen es die Planungen der Bauverwaltung vor. Im Rahmen der Haushaltsberatungen im November 2014 hatte die Bürgerschaft ohne Gegenstimme beschlossen, ab 2016 für den Um- und Ausbau von Radwegen jährlich 1,1 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Noch in diesem Jahr – nach den Sommerferien – soll der Radweg an der Travemünder Landstraße in Kücknitz zwischen Solmitzstraße und Elbingstraße ausgebaut werden. Unterdessen hat die Bauverwaltung beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein Fördervoranfragen für den Ausbau von vier Radwegen in 2016 gestellt:

>Der Radweg in der Schwartauer Allee soll stadtauswärts auf einer Länge von 560 Metern zwischen Matthäistraße und Brolingstraße ausgebaut werden. Hier ist der Parkstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg zu schmal, so dass ständig auf dem Radweg geparkt wird. Die Schwartauer Allee hat daher von der Bauverwaltung die höchste Priorität für 2016 erhalten. Die Kosten werden auf 258  000 Euro geschätzt.
>Die Krummesser Landstraße wurde zum 1. Januar 2015 von einer Landes- zu einer Kreisstraße heruntergestuft. Damit ist auch die Baulast für den Geh- und Radweg vom Land auf die Stadt übergegangen. Die Kosten für den 1,34 Kilometer langen Weg schätzt die Stadt auf 426  000 Euro.

>Die beiden weiteren Radwege befinden sich in der Kronsforder Allee stadteinwärts zwischen der Sana-Klinik und St.-Jürgen-Ring (104  000 Euro für 230 Meter) und in der Ziegelstraße stadtauswärts zwischen Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium und Max-Reger-Straße (157  000 Euro / 460 Meter).

Sollte das Land die Förderung bewilligen, würden jeweils bis zu 70 Prozent der Planungs- und Baukosten übernommen werden. Gefördert wird der Ausbau von Radwegen an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen. Das Gesamtvolumen für die vier Radwege beträgt damit 945  000 Euro.

Weitere Mittel sind für Radwege an Gemeindestraßen, kleinere Baumaßnahmen und Ausbesserungen, sowie für reine Deckensanierungen von Radwegen erforderlich. „Bleibt es bei den 1,1 Millionen Euro, die die Bürgerschaft jährlich bereitstellen möchte, können kontinuierlich alle maroden Radwege in Lübeck saniert werden“, so der Sprecher der Bauverwaltung. „Oben auf der Liste stehen auch die Roeckstraße und der Geh- und Radweg an der Bundesstraße 104 zwischen Schlutup und Israelsdorf beziehungsweise dem Herrentunnel.

Bei der Roeckstraße ist eine Sanierung des Radwegs aufgrund des Baumbestands problematisch. Hier prüft die Stadt Lübeck zurzeit noch verschiedene Varianten zur Verbesserung der Radverkehrsführung. An der B104 muss noch geklärt werden, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Land die Baulast für den Radweg übernimmt.

Das Ausbauprogramm stimmt die Lübecker Bauverwaltung unter anderem mit dem „Runden Tisch Fahrradverkehr“ ab, der viermal jährlich zusammenkommt. Am Runden Tisch nehmen Vertreter sowohl von Verbänden wie dem ADFC als auch aller in der Bürgerschaft vertretenen Fraktionen teil.

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