„Operation Olivenzweig“ : Lübeck und Hamburg: Kurden demonstrieren gegen türkischen Militäreinsatz

<p>Die Demonstranten zogen am Samstag durch die Lübecker Innenstadt.</p>
Foto:

Die Demonstranten zogen am Samstag durch die Lübecker Innenstadt.

2300 Menschen gehen im Norden auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien.

shz.de von
03. Februar 2018, 16:32 Uhr

Rund 600 Menschen, darunter viele Kurden, haben am Samstag in Lübeck gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert. Mit Plakaten und Transparenten „Gegen den Krieg in Afrin“ zogen sie nach Angaben der Polizei friedlich durch die Innenstadt.

Seit dem 20. Januar geht die Türkei gegen kurdische Truppen vor. Die „Operation Olivenzweig“ zielt auf die mit den USA verbündeten kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), die Ankara als PKK-Ableger und Terrororganisation einstuft. Es sollen auch Panzer aus deutscher Produktion eingesetzt worden sein. Die „Operation Olivenzweig“ hatte auch in Deutschland für Proteste gesorgt.

Auch in Hamburg haben rund 1700 Menschen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert. Kurdische, türkische und deutsche Organisationen hatten zu dem Protest aufgerufen und forderten ein Ende der Gewalt und die Einstellung deutscher Rüstungsexporte an die Türkei. Die Demonstration startete am frühen Nachmittag auf St. Pauli und wollte quer durch die Innenstadt bis zum Gerhart-Hauptmann-Platz ziehen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen