Lübeck startet Zukunftsdialog

Start zur Bürgerbeteiligung Zukunft Lübeck: (vl.)Dr. Julia Lindfeld (Projektleiterin Rahmenplan Innenstadt, Bauseenatorin Joanna Glogau, Karsten Schröder (Stadtplanung), Anette Quast v(„Tollerort“) und Stadtteilplanerin Christine Koretzky.
Start zur Bürgerbeteiligung Zukunft Lübeck: (vl.)Dr. Julia Lindfeld (Projektleiterin Rahmenplan Innenstadt, Bauseenatorin Joanna Glogau, Karsten Schröder (Stadtplanung), Anette Quast v(„Tollerort“) und Stadtteilplanerin Christine Koretzky.

Ab sofort sind die Bürger ausgerufen, ihre Vision aufzuschreiben und zu veröffentlichen

shz.de von
05. März 2018, 15:10 Uhr

Wie soll Lübeck im Jahr 2030 aussehen? Die Hansestadt hat ihren großen Dialog gestartet. Ab sofort sind die Bürger ausgerufen, ihre Vision aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Ab dem 17. März findet dann auch ein Dialog an öffentlichen Orten statt.

„Wir interessieren uns, wie Sie über Lübeck im Jahr 2030 denken. Was erzählen Sie einem Freund über Lübeck? Was ist das Wichtigste an Lübeck?“, stellt Lübecks Bausenatorin Joanna Glogau (üparteilos) die Fragestellung vor. „Mit diesen Zukunftsgeschichten wollen wir herausbekommen, welche Themen und Aspekte für die Lübeckerinnen und Lübecker besonders wichtig sind und wie sie die Zukunft der Stadt beeinflussen werden.“

„Mit der Perspektivenwerkstatt greifen wir die 2007 erfolgreich durchgeführte Perspektivenwerkstatt „Mitten in Lübeck“ auf“, erläutert Bausenatorin Joanna Glogau das Konzept. „Das dort erarbeitete Ergebnis wurde von der Politik mitgetragen und ist heute in wesentlichen Teilen umgesetzt – so zum Beispiel die neue Verkehrsführung am Klingenberg. Hieran wollen wir anknüpfen und die Lübeckerinnen und Lübecker diesmal an der gesamten Innenstadtentwicklung beteiligen.“ Insgesamt wird es um Themen wie Wohnen, Tourismus und Verkehr, Einkaufen und Versorgung, Kultur, Bildung sowie um vieles mehr gehen. Verkehr und Mobilität bilden dabei ein besonderes Schwerpunktthema. „Bei der Frage, wie wollen wir zukünftig unterwegs sein, gibt es sehr unterschiedliche Interessen, die berücksichtigt werden müssen. Eine Lösung zu finden, die allen gefällt, ist nicht einfach und eine große Herausforderung“, betont Bausenatorin Joanna Glogau. „Deshalb wollen wir im engen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ein Konzept ausarbeiten, das den Rahmen für die Zukunft von Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, öffentlichem Verkehr und Autoverkehr bildet. Das Thema Parken ist dabei natürlich ebenfalls wichtig.“

Ob Groß oder Klein: Alle können mitmachen. Die Geschichten können bis zum 15. April online eingereicht werden unter www.uebermorgen.luebeck.de. Dort gibt es auch weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten im weiteren Verfahren.

Der Lübecker Zukunftsdialog wird auch auf der Straße geführt. An zwei Tagen im März wird das Team mit großem Stadtplan und Spielfiguren in der Stadt präsent sein: Sonnabend, 17. März, von 14 bis 17 Uhr an der Ecke Breite Straße/Mengstraße, und am Donnerstag, 22. März, von 9 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt Meesenplatz auf Marli und von 14 bis 17 Uhr in der Breiten Straße vor dem Rathaus.

In der nächsten Stufe geht es konkret um die Innenstadt. Am 1. und 2. Juni wird es Workshops und Rundgänge durch die Innenstadt geben.Noch konkreter wird es dann bei der Planungswerkstatt im November 2018. Im November sollen dann Szenarien für die Innenstadt vorliegen, die öffentlich diskutiert werden. Anschließend entscheidet die Bürgerschaft über das Konzept.

Die Erstellung des neuen Leitbildes für die Hansestadt Lübeck kostet 240 000 Euro. Der Auftrag wurde nach einer europaweiten Ausschreibung an das Unternehmen „Tollerort“ aus Hamburg vergeben, das auch das Projekt „Soziale Stadt Moisling“ für Lübeck organisiert.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen