Lübeck startet früh seine Olympia-Bewerbung

Mit diesem Logo, das Anders Björk (Werbeagentur) entworfen hat, geht Lübeck ins Rennen um die Olympia-Nominierung
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Mit diesem Logo, das Anders Björk (Werbeagentur) entworfen hat, geht Lübeck ins Rennen um die Olympia-Nominierung

Die Hansestadt bringt sich als olympisches Segelrevier für 2024/2028 in Stellung

shz.de von
09. Januar 2015, 16:24 Uhr

Eigentlich wollte Lübeck warten, bis entschieden ist, ob Hamburg als Olympia-Stadt ins Rennen geht. Doch schon jetzt haben sich die Stadt, Industrie- und Handelskammer, Lübecker Kaufmannschaft, Lübeck-Travemünde marketing GmbH (LTM) und weitere Beteiligte entschlossen, die Kampagne „Gemeinsam Segel Setzen“ zu starten.

Die Hansestadt Lübeck hat sich als Partner Hamburgs für die Olympia-Bewerbung 2024/2028 in Stellung gebracht. Es geht um Ausrichter der Segelwettbewerbe in Travemünde zu sein. Im Kanzleigebäude des Rathauses wurden das Logo – ein stilisiertes Sportsegelboot – mit dem Slogan „Gemeinsam Segel setzen“ sowie ein Plakat den zahlreich vertretenen Medienvertretern von Mitgliedern der „Olympia-Vorbereitungsgruppe“ vorgestellt.

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe kündigte an, dass beide Marketingmittel bei den demnächst anstehenden Events einem größeren Publikum präsentiert werden sollen. Beispielsweise beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, aber insbesondere auch bei der in der kommenden Woche beginnenden „boot“ in Düsseldorf. Zudem sollen Plakate mit einem Segelmotiv ab Anfang März auch großflächig im Hamburger Stadtgebiet zu sehen sein.

Der Auftritt bei der „boot“ entspreche dabei der Strategie der Lübecker Bewerbung: Man werde der neuen Philosophie des IOC Rechnung tragen und Bescheidenheit und Nachhaltigkeit zeigen. Saxe: „Wir protzen nicht und verschwenden kein Geld. Das ist die Linie unseres Gesamtkonzeptes für die Segelwettbewerbe in Lübeck-Travemünde und unterstreicht die Glaubwürdigkeit unseres Bewerbungskonzeptes.“

Bekanntlich geht Lübeck mit einem Konzept ins Rennen, das bereits vorhandene oder aber entstehende Infrastruktur und Bauten nutzen wolle. So werde das Olympische Dorf auf dem Priwall sein – in dem Ferienhauspark, der bereits in Teilen steht.

Für Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, ist klar, dass Olympische Spiele in Hamburg und Lübeck-Travemünde den Bekanntheitsgrad der gesamten Metropolregion erhöhen würden. Zudem erwartet er deutliche Effekte beim Ausbau der Infrastruktur. Das sei „eine Art Konjunkturprogramm“.

Mitstreiter Michael Weiß, Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck, sieht in Olympia ein „Leuchtturmprojekt für die gesamte Region“ und Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, sieht „gute Chancen, gemeinsam mit Hamburg die Spiele auszurichten.“

Lübecks neuer Tourismuschef Christian Lukas sieht die Olympia-Bewerbung als ein beispielhaftes Projekt für Nachhaltigkeit. So sei bereits das Logo von allen gemeinsam entwickelt worden.

Auch im Internet sind Lübecks Olympia-Ambitionen präsent: www.olympia.luebeck.de und in Kürze auch unter dem Motto „gemeinsam Segel setzen“ und der Adresse www.gemeinsam-segel-setzen.de.

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