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Lübeck plant drei weitere große Flüchtlings-Unterkünfte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Holzhäuser für knapp 400 Menschen entstehen in Travemünde / Standorte Herrendamm und Fabrikstraße Schlutup unter der Lupe

Das sogenannte „Lübecker Modell“ – Unterbringung von Flüchtlingen in kleinen Einheiten in verschiedenen Wohngebieten – hat offenbar ausgedient. Nachdem das Land an der Kronsforder Allee eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für 1500 Flüchtlinge bauen will, plant die Hansestadt jetzt die Einrichtung von drei großen Sammelunterkünften. So sind an der Ivendorfer Landstraße / Ostseestraße in Travemünde sechs einfache Holzhäuser geplant. Dort könnten dann 396 Menschen untergebracht werden. Die Stadtverwaltung hat am Donnerstag entsprechende Pläne bestätigt. Demnach sollen die neuen Unterkünfte aus einfacher Holzbauweise bestehen, ähnlich den Neubauten im Stadtteil Kücknitz, die jüngst in der Solmitzstraße fertig gestellt wurden (wir berichteten). „Sie werden aber noch etwas einfacher sein“, sagt Jan Lindenau, SPD-Fraktionschef in der Lübecker Bürgerschaft. Die Bauzeit soll nur vier bis fünf Monate betragen. Finanziert wird das Projekt von der städtischen Tochtergesellschaft KWL, die Stadt Lübeck mietet die Holzhäuser dann für zehn Jahre an. Eine Nachnutzung sei auf Grund der einfachen Bauweise nicht vorgesehen. Vor Ort sollen auch ein Spielplatz und Aufenthaltsräume, zum Beispiel für Sprachkurse, entstehen.

Auch in der Straße „Herrendamm“, die zur Fackenburger Allee führt, plant die Stadt eine neue Flüchtlingsunterkunft. Das DRK hat ein Gelände für das Aufstellen von Containern angeboten. Die Stadt prüft aber noch, ob sie ihr eigenes Grundstück in dieser Straße für den Bau von Holzhäusern wie in Travemünde nutzen kann.

Ein dritter Standort ist die Fabrikstraße in Schlutup. Hier werden aber die Bodenverhältnisse geprüft. Klar ist bisher nur, dass die Standorte im Herrendamm und in Schlutup kleiner als in Travemünde ausfallen werden.

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