zur Navigation springen
Lübeck

19. Oktober 2017 | 02:26 Uhr

„Lübeck muss besser werden“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Digitale Strategie“: SPD in der Hansestadt will mehr Bürgernähe, kürzere Wartezeiten und Begrüßungs-SMS für Touristen

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 10:19 Uhr

Die Hansestadt soll Vorreiter für eine bürgernahe, transparente, barrierefreie und elektronische Verwaltung werden. So wünscht es sich zumindest Lübecks SPD – angesichts der verbauten und bereits oft kritisierten Internetseite der Stadt kein Wunder.

„Auch die Hansestadt muss diesem Trend folgend, ihre Dienstleistungen als Stadt optimieren“, sagt Lindenau und meint dabei insbesondere die Dienstleistungsbereiche und die Kommunikation mit den Bürgern „Lübeck muss besser werden“, sagt Jan Lindenau, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, zum Antrag „Digitale Strategie für Lübeck“ in der kommenden Sitzung der Lübecker Bürgerschaft.

Möglich soll das Ganze werden durch einen Ausbau des Ratsinformationssystems. Ferner soll ein Masterplan „Informationstechnologie“ auf den Weg gebracht werden, der eine Effizienzsteigerung in den Verwaltungsablaufen zur Folge hat – insbesondere für das Dokumentenmanagement, Internettelefonie, E-Government.

Hintergrund: 37 Millionen Menschen in Deutschland nutzen ein Smartphone – Tendenz steigend. Damit nutzt bald jeder Zweite in Deutschland die Vorzüge mobiler Kommunikation. 77,2 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland sind online und nutzen das Internet. „Wir wollen mit digitalen Angeboten, die Partizipation und die Kommunikation zwischen Bürgern sowie Verwaltung verbessern“, sagt Lindenau. Dazu gehöre die Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten auf elektronischen Weg. Nach der Idee der SPD solle es eine zentrale elektronische Poststelle „zur rechtswirksamen Zustellung elektronischer Nachrichten und die Eröffnung eines elektronischen Verwaltungszugangs gemäß Landesverwaltungsgesetz“ in Lübeck geben. Der Vorteil wäre, dass dann Terminvereinbarungen künftig online erfolgen könnten, Wartezeiten – wie bei der Beantragung von Personalausweisen – würden verringert. Lindenau stellt sich außerdem vor, dass auch der Bearbeitungsstand von Bauanträgen online abgefragt werden könnte. Und: einen multimedialen Wegweiser für Touristen – alle Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungsorte würde es dann digital auf das Smartphone geben. „Zur Begrüßung können Besucher mit ausländischen Mobilfunknetzen eine SMS erhalten“, sagt Lindenau.

Lindenau sieht Vorteile der Digitalisierung – Stichwort Kostensenkung. „Das wäre auch ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung“, so Lindenau.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen