Lübeck macht jetzt Klimaschutz

Umweltsenator Ludger Hinsen legte im Umweltausschuss einen langen Plan zum Thema Klimaschutz vor.
Umweltsenator Ludger Hinsen legte im Umweltausschuss einen langen Plan zum Thema Klimaschutz vor.

Steuerungsgruppe „Klimaschutz“ kommt

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22. Mai 2019, 17:51 Uhr

Lübeck | Die Hansestadt Lübeck Lübeck bekommt eine Steuerungsgruppe „Klimaschutz“. Der Senat habe bereits zugestimmt, berichtet Innen- und Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU). Er legte am Dienstag auch eine Handlungsmatrix vor. Damit soll sicher gestellt werden, dass in allen Bereichen in Zukunft der CO2-Ausstoß bei der Betrahctung im Fokus ist.

Hinsen war in den vergangenen Monaten öffentlich kritisiert worden, weil er nicht mit Vertretern der Bewegung „Fridays for Future“ hatte sprechen wollen. Nun hat Hinsen mit seinem Verwaltungsbereich das Thema „Klima und CO2“ angestoßen. Lübeck hat zwar bereits seit Jahren eine sogenannte Klimaschutz-Leitstelle, jetzt soll das Thema aber richtig an Bedeutung gewinnen.

Die Verwaltung bekommt eine Steuerungsgruppe für dieses Thema, in der alle Bereiche und Eigenbetriebe vertreten sind. Die Arbeit soll umfassend sein. Betroffen sind auch die städtischeGesellschaft KWL und die Wirtschaftsförderung. So sollten zum Beispiel bei neuen Gewerbegebieten die Knicks erhalten bleiben. Und zusammen mit Universität und der Techniscn Hochschule könne ein „Cluster Umweltwirtschaft“ entstehen.

Eine grobe Matrix liegt bereits vor. Sie enthält Themen und die Schritte, wie sie umgesetzt werden können. So soll der Anteil des Radverkehrs in Lübeck von 20 auf 28 Prozent steigen. Bis zum Jahr 2030 soll 25 Prozent der Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen stammen.

Geplant sind auch eine Einwohnerversammlung zum Thema und ein moderiertes Internetforum. Dafür werde noch Geld und Personal benötigt. Das könnte schnell kommen: SPD und CDU haben für die Sitzung der Bürgerschaft am heutigen Donnerstag einen gemeinsamen Antrag vorbereitet.

Es gibt aber auch Kritik. „Das ist bei weitem nicht genug“, sagte eine Vertreterin von „Fridays for Future“ in der Sitzung des im Umweltausschusses der Hansestadt. Es würden nur noch neun Jahre Zeit sein, bevor die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten sei.

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