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Lübeck: Flickwerk Straßensanierung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Planungen der kommenden Jahre sehen nur Reparatur und Ausbau der Hauptstraßen vor

Die Bauverwaltung der Hansestadt hatte für die Sanierung der Straßen einen Bedarf von 42,5 Millionen Euro angemeldet. Den Masterplan kann sich Lübeck aber nicht leisten. Jetzt sollen zumindest die Hauptstraßen erneuert werden. „Sonst droht die Sperrung von wichtigen Verbindungen wie der Ratzeburger Allee, der Kronsforder Allee oder des Lohmühlentellers“, warnt die Bauverwaltung in einem aktuellen Bericht an die Bürgerschaft.

Alljährlich im Herbst entscheidet die Lokalpolitik über den städtischen Haushalt. Und dabei gibt es enge Grenzen. So hat die Bauverwaltung für notwendige Straßensanierungen einen Bedarf angemeldet, der in kommenden Jahren zwischen 40 und knapp 60 Prozent der möglichen Neuverschuldung der Hansestadt ausmachen würde. Die Bauverwaltung wird sich deshalb auf viel befahrene Hauptstraßen konzentrieren. Die müssten aber eigentlich alle 15 Jahren erneuert werden, um eine teure „grundhafte Sanierung“ – wie es im Amtsdeutsch heißt – zu vermeiden. Dieser Zeitraum ist bei den meisten Straßen längst überschritten.

Im kommenden Jahre stehen die Sanierung der Kreuzung Sandberg (600  000 Euro), die Fahrbahn auf der Wakenitzbrücke im Zuge des St. Jürgen-Rings (895  000) Euro, die Solmitzstraße in Kücknitz (325  000 Euro), die Ratzeburger Allee (206  000 Euro), der Kreisverkehr Lohmühle (773  000 Euro), der Koberg (550  000 Euro) und der Zubringer von der Bundesstraße 75 zum Skandinavienkai (1,35 Millionen Euro) auf dem Programm.

Die Nutzer der Kantstraße auf Marli, über die seit Jahren diskutiert wird, müssen aber weiter warten. Her ist die Sanierung inzwischen auf das Jahr 2019 verschoben. Ebenfalls weiter verschoben wird der Ausbau der Moislinger Allee zwischen Lindenplatz und Lachswehrallee. Hier hat die Stadt immer noch nicht alle benötigten Grundstücke kaufen können. Die Ausgaben für kleinere Asphaltsanierungen sollen von 250  000 Euro auf 100  000 Euro im kommenden Jahr sinken. Sie steigen aber auch wieder: Ab dem Jahr 2017 werden rund 1,1 Millionen Euro pro Jahr benötigt, um die Straßen der Hansestadt nutzbar zu halten.

Teuer wird weiterhin Lübecks Sanierungsprogramm für die Brücken. Hier steht die Sanierung der Rehderbrücke mit 1,5 Millionen Euro an, die Kostenschätzung für die bereits mehrfach verschobenen Ersatzbau der Bahnhofsbrücke liegt inzwischen bei über 16 Millionen Euro. Eine gute und eine schlechte Nachricht gab es für die Autofahrer zu Wochenbeginn:

>Die seit April gesperrte Wisbystraße – verkeekehrswichtige Verbindung Ziegelteller / Meierbrücke / Hansestraße – wurde wieder freigegeben. Auch der Bis Linienverkehr rollt wieder und wird die beiden Haltestellen auf der Strecke bedienen können.

>Ab Dienstag um 12 Uhr ist die Possehlbrücke erneut nur einseitig befahrbar. Am Mittwoch wird mit den Arbeiten zur Gewichtsreduzierung auf dem östlichen Überbau begonnen. Der eigentliche Abbruch des östlichen Teilbauwerkes beginnt am 2. November. Hierzu ist die Kanaltrave für die Berufs- und Freizeitschifffahrt voll gesperrt. Die Sperrung wird bis 13. November andauern.

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