Skandinavienkai : Lübeck: Fährschiff kollidiert mit Kaimauer

Fähre „Huckleberry Finn“
Ablandiger Wind erschwerte das Anlegemanäver für die Fähre „Huckleberry Finn“.

Missglücktes Anlegemanöver in Lübeck-Travemünde: Das Fährschiff „Huckleberry Finn“ krachte in die Kaimauer. Menschen wurden nicht verletzt.

shz.de von
06. Juni 2014, 10:24 Uhr

Lübeck | Nach dem Fährunglück auf Amrum kam es am Donnerstagmittag in Lübeck-Travemünde zu einem ähnlichen Vorfall. Das Fährschiff „Huckleberry Finn“ kollidierte beim Anlegen am Skandinavienkai mit der Kaimauer und beschädigte diese nicht unerheblich. Personen wurden dabei nicht verletzt.

Die 177 Meter lange Roll-on-Roll-off-Fähre kam beladen mit 40 Passagieren an Bord aus Trelleborg in Schweden. Der verantwortliche 34-jährige schwedische Kapitän des mit 14.800 kW/h ausgerüsteten Schiffes fuhr rückwärts an den Anleger 5, um dort am Liegeplatz festzumachen, teilte die Polizei mit. Ablandiger Wind aus Südwest mit Stärken um fünf Beaufort habe das Anlegemanöver erschwert. Der Bug des Schiffes traf den Anlegeponton des Anlegers 4. Bei dem daraufhin eingeleiteten Manöver kollidierte das Schiff mit der Kaimauer.

Die Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde hat die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. Zurzeit wird von einem Manöverfehler ausgegangen. Schäden am Schiff sind, außer Farbabriebspuren im Bereich der Wallschiene, nicht entstanden. Der Sachschaden an Land wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Schiffssicherheitsbehörde darf das Schiff seine Fahrt weiter fortsetzen.

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