zur Navigation springen
Lübeck

17. Oktober 2017 | 00:48 Uhr

Lübeck benötigt 4000 Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neuer Wohnungsmarktbericht 2016 für die Hansestadt Lübeck liegt vor / Stadt gut vorbereitet

Auf rund 4000 zusätzliche Wohnungen in der Hansestadt wird der Bedarf beziffert – wesentlich mehr als in den vergangenen Jahren. Das geht aus dem alljährlichen Wohnungsmarktbericht hervor, der jetzt vorliegt. Dieser erhöhte Wohnungsbedarf wurde aufgrund einer aktuellen Bevölkerungs- und Haushaltsprognose ermittelt, wonach die Einwohnerzahl Lübecks in den nächsten Jahren weiter stark ansteigen wird. Gerechnet wird bis zum Jahr 2020 mit einer Zahl von knapp 223  000 Einwohnern. Erwartet wird ein Rückgang der Einwohnerzahlen erst ab circa 2025. Geschuldet sei dies der demographischen Entwicklung.

Diese hohe Nachfrage der nächsten Jahre wirkt sich auf den Wohnungsmarkt aus. Obgleich das Mietpreisniveau in Lübeck im Vergleich zu anderen Städten und dem Stadtrand zu Hamburg insgesamt noch relativ moderat ist, sind die Mietpreise bei Neuvermietung im Vergleich zu bestehenden Mietverträgen merklich gestiegen. Zugleich hat sich der Bestand an Sozialwohnungen in Lübeck deutlich verringert.

Die Hansestadt will auf diese Entwicklung mit der verstärkten Bereitstellung von Wohnbauflächen reagieren, heißt es aus der Stadtverwaltung. „Die Stadt schafft die Voraussetzungen für mehr Wohnungsbau: Durch verbilligte Grundstücke, durch Angebote von Flächen, auf denen ohne B-Plan gebaut werden kann und – für andere Grundstücke – durch die Aufstellung von B-Plänen. Bauen aber muss die Wohnungswirtschaft“, erläutert Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) das Vorgehen der Hansestadt Lübeck.

Mehrere große Planungsprojekte sind derzeit bereits im Verfahren. So konnte dieses Jahr, unter anderem mit dem begehrten Baugebiet an der Wasserkunst sowie dem Gründungsviertel Baurecht für 550 Wohnungen neu geschaffen werden. Geplant ist, diesen Wert in den nächsten Jahren auf etwa 1000 Wohnungen jährlich zu erhöhen. Diese Zielmarke soll mit der Entwicklung großer Baugebiete erreicht werden. Im Blickpunkt stehen diese Areale: ein nicht mehr genutzter Teil des Vorwerker Friedhofs, die ehemaligen Johannes-Kepler-Schule in Brandenbaum, der Fischereihafen in Travemünde sowie Teile der aufgegebenen Kleingartenanlage Lauerhof auf Marli. Nach einem Beschluss der Lübecker Bürgerschaft soll bei Neubaugebieten 30 Prozent als sozialer Wohnungsbau realisiert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen