Lübeck auf Sondermarken

Ab Donnerstag ist die Sondermarke im Verkauf.
Ab Donnerstag ist die Sondermarke im Verkauf.

Zwei Sonderschalter sind am Donnerstag in der Hansestadt eingerichtet

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08. Oktober 2018, 14:18 Uhr

Eine Woche vor dem Erscheinungstermin wurde die Sondermarke der Deutschen Post AG im Rathaus vorgestellt (wir berichteten). Sie erinnert an die Hinrichtung der vier „Lübecker Märtyrer“ vor 75 Jahren. Am Donnerstag, 11. Oktober, geht die Sondermarke in den Verkauf.

In Lübeck gibt es an diesem Tag zwei Sonderschalter: Einer befindet sich im Postamt in der Königpassage. Dort gibt es alles, was an diesem Tag neu ist und auch die Sondermarken der vergangenen Monate. Dazu Ersttagsbriefe, Sonderstempel und ähnliches. Die Briefmarke „Lübecker Märtyrer“ gibt es ferner – auch mit Ersttagsstempel– bei der katholischen Propstei kirche Herz-Jesu in der Parade. Denn drei der vier von den Nazis 1943 ermordeten Geistlichen waren hier tätig.

Wann gab es eigentlich vor 2018 Sondermarken mit Bezug zu Lübeck? Im Jahr 2013 wurde im Willy Brandt-Haus eine Sondermarke zum 100. Geburtstag des ehemaligen Bundeskanzlers aus Lübeck vorgestellt, Nennwert 58 Cent. Willy Brandt, der Friedensnobelpreisträger von 1971, wurde 20 Jahre zuvor schon einmal geehrt. Zum 80. Geburtstag, ein Jahr nach seinem Tod, kam eine 100-Pfennig-Marke mit seinem Porträt heraus.

Wer noch weiter zurückgeht, kommt auf den Sommer 1987. Im Audienzsaal des Rathauses präsentierte Postminister Christian Schwarz-Schilling eine 80-Pfennig-Marke zum 350. Geburtstag von Dietrich Buxtehude. Musikalisch umrahmt wurde die Feier damals von der Lübecker Knabenkantorei mit Chorsätzen von Buxtehude, der 40 Jahre Organist an St. Marien war.

Mit der Lübecker Marienkirche hat eine Sondermarke aus dem Jahre 1951 zu tun. Gleich zwei Marken waren es, 10 und 20 Pfennig wert und mit jeweils 5 Pfennig Zuschlag versehen. Zur 700-Jahrfeier des vermuteten Baubeginns der gotischen Marienkirche waren Malereien aus dem Gotteshaus abgebildet.

Wer noch weiter zurückblättert, stößt vielleicht auf ein Postwertzeichen der Deutschen Reichspost vom 1. November 1931. Abgebildet ist das Holstentor, und auch das war eine Zuschlagmarke. 50 Reichspfennige kostete die Marke zuzüglich 40 Pfennig, um die Folgen der Weltwirtschaftskrise zu mildern. Man sieht: Briefmarken erzählen aus Geschichte und Gegenwart.

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