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Lübeck auf der Suche nach Wegen in die Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

225 Jahre „Gemeinnützige“ – Anlass für eine Veranstaltungsreihe, die Fragen beantworten will

2014 ist ein Jubiläumsjahr: 225 Jahre „Gemeinnützige“. Es war gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als sich Lübecker Ärzte, Pastoren, Juristen und Lehrer, getrieben von ihrem Interesse am Austausch von Wissen und Literatur, zu privaten Treffen zusammenfanden. Aus lockeren Verabredungen wurde bald ein gepflegter Brauch. Im Januar 1789 gründeten die Teilnehmer dieser illustren Runde die „Gesellschaft zur Beförderung Gemeinnütziger Tätigkeit“. Sie trägt seither die Ideen und Ziele ihrer Gründer in sich: Förderung von Bildung, Gedankenaustausch und soziales Engagement. Heute führt die Gemeinnützige 19 Einrichtungen (darunter Lübecker Musikschule, Theaterring, Studentenwohnheime, Kunstschule und das Kolosseum), 38 Tochtergesellschaften (u.a. Kommunales Kino) und 27 Stiftungen.

„Die Gemeinnützige macht aus Anlass ihres 225-jährigen Bestehens sich und der Stadt ein Geschenk“, sagt der Vorsteher, Titus Jochen Heldt. „Wo steht Lübeck morgen?“ So lautet die Frage, die ein Lübecker Stadtdiskurs beantworten will, mit einer Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsmanagement, St. Petri-Kuratorium, ZKFL (Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck), Architektur-Forum, Overbeck-Gesellschaft, Technikzentrum Lübeck, Musikhochschule, der Fachhochschule und Universität zu Lübeck.

„Das Ganze macht nur Sinn, wenn die ganze Stadtgesellschaft mitmacht. Gemeinsam mit diversen Stimmen von außen wollen wir feststellen, auf was wir auch für die Zukunft zählen können, welche Traditionen es zu erhalten gibt“, erläutert Prof. Dr. Ulf Matthiesen, Stadtethnologe und Professor an der Humboldt-Universität Berlin, der das Konzept miterarbeitet hat. „Alles soll auf den Tisch, soll gewendet, diskutiert und abgewogen werden. Am Ende sollen feste Verabredungen für die Zukunft stehen“, so Matthiesen weiter.

Die Auftaktveranstaltung zum Lübecker Stadtdiskurs findet am Mittwoch, 3. September, um 19 Uhr im Festsaal der Gemeinnützigen (Königstraße 5) statt. Bei den dann monatlichen Veranstaltungen sollen in abwechslungs- und ideenreicher Folge Experten zu einzelnen Aspekten gehört werden. Der reguläre September-Vortrag findet am Mittwoch, 17. September, um 19 Uhr statt. Thema: „Wie tickt diese Stadt?“ Weitere Termine in diesem Jahr: 15. Oktober (Architektur: Frauen und das Besondere der Stadt) und 19. November (Neue interventionistische Stadtpolitiken). Immer ist die Meinung der Bürger gefragt. „Nach 45 Minuten wird das Publikum einbezogen“, betont Antje Peters-Hirt, stellvertretende Direktorin der Gemeinnützgen. Zum Schluss der Reihe wollen die Referenten mit einer Runde von etwa 15 wechselnden Personen Nacharbeit betreiben.

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