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Lübeck

23. Oktober 2017 | 06:54 Uhr

Löcher stopfen geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübeck findet nicht die Mittel, seine zahlreichen maroden Straßen „grundhaft“ zu sanieren

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 00:32 Uhr

Mit einem Masterplan wollte die Bauverwaltung der Hansestadt Lübecks Straßen in Ordnung bringen. Der wurde von der Politik einfach nur zur Kenntnis genommen. Die erforderliche Summe könne nicht über Jahre fest verplant werden. Für die grundhafte Sanierung stehen im kommenden Jahr nur 1,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Masterplan Straßen sah allein für die sogenannte grundhafte Sanierung 5,7 Millionen Euro im Jahr 2014 vor. Damit sollten die Hauptstraßen so erneuert werden, dass sie die kommenden Winter überstehen. Durch die großflächigen Arbeiten sollte es keine Asphaltflecken mehr geben, an deren Kanten Wasser eindringen kann und die bei Frost dann aufgesprengt werden. Dazu hatte die Bauverwaltung rund sechs Millionen Euro gefordert, um Deck- und Binderschichten zu erneuern.

Im Investitionshaushalt der Hansestadt stehen jetzt allerdings nur 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 500 000 Euro hat die Politik für die Siemser Landstraße genehmigt. Dazu kommen allerdings erhebliche Mittel für die maroden Brücken: 1,2 Millionen Euro für die Drehbrücke, 1,3 Millionen Euro für die Reecker Brücke und 3,35 Millionen für die Possehlbrücke.

Als Ersatz für die fehlende Mittel, hat die Bauverwaltung Prüfaufträge bekommen. So soll zum Beispiel untersucht werden, ob Straßen außer Betrieb genommen werden können. Das dürfte im konkreten Fall, wie die Reecker Brücke zeigt, allerdings kaum politisch durchsetzbar sein.

Die fehlende Pflege der Straßen der Hansedtadt verursacht Kosten: In diesem Jahr hat die Stadt bisher rund 550 000 Euro an Fremdfirmen für das Stopfen von Schlaglöchern bezahlt, da das städtische Personal nicht ausreicht, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Das erfolge derzeit nur dadurch, die gröbsten Schlaglöcher und die am schlimmsten betroffene Straßenabschnitte und Schäden mit notdürftigen Maßnahmen zu flicken, so die Bauverwaltung.

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