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Lübeck

23. Oktober 2017 | 04:33 Uhr

Lkw zerkratzen das Burgtor

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecker Stadttor ist nachts einseitig gesperrt, damit die zahlreichen Schäden beseitigt werden können

Die ganze Nacht hindurch haben Bauarbeiter in den Durchfahrten des Burgtores Hand angelegt. Die Nachtaufgabe: Alle Stellen der Gewölbe, die im Lauf der Zeit von Lkw beschädigt worden waren, wieder in Ordnung zu bringen. Denn trotz umfangreicher Beschilderung wird das alte Lübecker Stadttor immer wieder von Fahrzeugen in Mitleidenschaft gezogen.

Als das Burgtor im Jahr 1444 gebaut wurde, war der Durchlass ausreichend groß – für die Kutschen. An Sattelzüge und Doppeldecker-Busse hat damals keiner denken können. Auch bauliche Veränderungen nützen wenig: Im Jahr 1850 wurde ein zweiter Durchgang geschaffen, der später zur zweiten Durchfahrt vergrößert wurde. Er bot im Endausbau die gleiche Durchfahrtshöhe wie der Original-Durchlass. In den Jahren 1875 und 1920 kamen noch zwei Durchgänge für Fußgänger dazu.

Die Durchlässe reichten für die Straßenbahn und die Doppeldecker der LVG (Lübeck-Travemünde Verkehrsgesellschaft), für Sattelzüge sind sie aber weiterhin zu klein. Ein weiteres Problem ist, dass es auch noch eine leichte Kurve gibt. Immer wieder versuchen Sattelzüge es trotzdem - und schlagen die Ecken an den Einfahrten ab, bevor sie wenden.

Das Problem hat zugenommen. Die Stadt hat zwar Schilder zur Duchfahrthöhe am Burgfeld und in der Beckergrube aufgestellt, die werden oft genug missachtet. Deshalb wird jetzt jährlich ausgebessert. In diesem Jahr wurden noch mehr Schäden registriert. Bisher reichte eine Nacht aus, um die beschädigten Steine auszutauschen, jetzt hat die Nacht zum Sonnabend nur für eine Durchfahrt gereicht.

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