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Lübeck

17. Oktober 2017 | 21:39 Uhr

Lange Geschichte beendet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr als zwei Jahre nach dem Spatenstich geht das Instrumentenlandesystem in Blankensee in Betrieb

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 11:33 Uhr

Still war es um die erste Stufe des geplanten Ausbaus des Lübecker Flughafens geworden: Nachdem am 8. August 2011 der ersten Spatenstich für das neue
Instrumentenlandesystem (ILS) der Kategorie II erfolgt war, passierte wenig. Im März 2013 entdeckten die Grünen, dass das System immer noch nicht in Betrieb genommen ist und brachten eine Anfrage in der Bürgerschaft vor. Fünf Monate später dann die Antwort: ILS sei aufgebaut und betriebsbereit. Eine Inbetriebnahme konnte noch nicht erfolgen, da noch die endgültige Betriebsgenehmigung der Luftaufsichtsbehörde des Bundes fehle. Weiterhin ging das ILS aber nicht in Betrieb. Zum Vergleich: Beim Flughafen Hamburg nahm der Aufbau und Genehmigung des ILS nicht einmal ein Jahr in Anspruch – Vermessungsflüge inklusive.

Aber Happy End in der Hansestadt Lübeck: Jetzt konnte das System in Betrieb genommen werden, gestern gab es bereits den ersten Einsatz: Das ILS konnte dafür sorgen, dass zwei Business-Jets trotz Nebels am Platz nicht ausweichen mussten, sondern planmäßig in Lübeck landen konnten, sagte Airport-Sprecherin Jana Bahrenhop gestern.

Das ILS sei bereits seit dem 6. Februar betriebsbereit. Von Verzögerung könne keine Rede sein: „Es ist eine Normalität, dass die technische Prüfung und Abnahmen in der Luftfahrt eine gewisse Zeit dauern“, so Bahrenhop.

Rund 2,5 Millionen Euro kostete diese erste Stufe des geplanten Flughafenausbaus, das Land fördert die Installation des Landessystems mit 1,76 Millionen Euro. Das Projekt wurde zudem mit Mitteln des Zukunftsprogramms Wirtschaft aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ teilfinanziert.

Für Passagiere bedeutet es, dass Flugausfälle wegen schlechten Wetters unwahrscheinlicher werden und sie auch erwartungsgemäß in Lübeck starten und landen können. Für den Flughafen soll ILS ein Anreiz für Fluggesellschaften sein, von Blankensee aus zu starten und zu landen, so Bahrenhop.


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