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Lübeck

18. Oktober 2017 | 15:57 Uhr

Kunsthandwerk aus vielen Ländern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Lübecker Heiligen-Geist-Hospital werden bis 7. Dezember wieder mehr als 50 000 Besucher erwartet

Am Montag öffneten die Stände auf dem Markt, seit Mittwochabend ist die Stadt festlich erleuchtet, am Freitag nun begann das vorweihnachtliche Treiben an Lübecks traditionsreichster Stelle, dem Heiligen-Geist-Hospital.

Bürgermeister Bernd Saxe eröffnete diesen bundesweit bekannten und beliebten Kunsthandwerkermarkt mit einer Rede von der Kanzel der Kirchenhalle. Zum 15. Male sei er Schirmherr dieser Veranstaltung, so Saxe. Es sei auch fast Tradition, dass am Vorabend die Haushaltsberatungen in der Bürgerschaft stattfänden. „Stimmung hier und Stimmung da – aber was für ein Unterschied!“, stellte Bernd Saxe fest. 55  000 Besucher aus nah und fern waren im vergangenen Jahr ins Heiligen-Geist-Hospital gekommen. Rund zwei Millionen Menschen Gäste erwartet die Hansestadt in den Wochen vor Weihnachten. Zu den Attraktionen in diesem Jahr zählt die bedeutende Ausstellung „Lübeck 1500“, die im Museumsquartier St. Annen zu sehen ist.

„Lübeck ist eine weltoffene Stadt“, betonte Bürgermeister Saxe. Auf seinem Heimweg nach der Bürgerschaftssitzung seien ihm Menschen begegnet, die sich in sechs verschiedenen Sprachen unterhielten. Zum Fest der Nächstenliebe und der Solidarität gehöre in diesem Jahr besonders der menschenfreundliche Umgang mit Flüchtlingen, so Saxe.

Dr. Jutta Sczakiel, Vorsitzende des Veranstalters, „Deutscher Verband Frau und Kultur“, Gruppe Lübeck, erinnerte daran, dass dieser besondere Weihnachtsmarkt zum 48. Male stattfinde. Sie freue sich über die restaurierte Fassade und das neue Westportal am Koberg – beides auch dank der Spenden von „Frau und Kultur“ instand gesetzt. Sczakiel machte auf weitere Punkte aufmerksam. Dazu gehörten „Musik und Kunstgenuss im Denkmal“ und die täglich wechselnden Musikprogramme. Apropos Musik: Zur Eröffnung spielte das „Ensemble Passion du Saxophone“ unter Leitung von Lilija Russanowa.

„Der Erlös des ehrenamtlich betriebenen Weihnachtsmarktes wird laut Satzung zur Förderung von Kunst und Kultur sowie soziale Projekte und Förderung des traditionellen Kunsthandwerks verwendet“, so Jutta Sczakiel. Sie lud in die historischen Räume ein („nur hier ist das Herzstück der Weihnachtsstadt des Nordens vorstellbar“), zu Besinnung, zum Bummel an den Ständen , zu Ruhepausen in der von vielen als hektisch empfundenen Zeit.

Neues und Traditionelles ergänzen sich in der Kirchenhalle und den Kabäuschen. Drechsler Uhlig aus dem Erzgebirge war 1999 zum ersten Mal hier. Ins Guinessbuch der Rekorde gehört sein gedrechselter Weihnachtsbaum – der kleinste der Welt. Immer wieder faszinierend: „Lübeck in der Schachtel“, und die Lübecker Malerin Ingrid Schmeck hat ihre Sicht der vorweihnachtlichen Kirchenhalle im Original hinter Glas hängen.



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