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Künstlern über die Schulter schauen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zum zweiten Mal öffnen Lübecks Maler, Bildhauer und Co. gemeinsam an einem Wochenende ihre Ateliers

Die Premiere im vergangenen Jahr war gelungen, erinnert sich Susanne Adler von der Gemeinschaft Lübecker Künstler. „Wenn trotz des Regens an beiden Tagen so viele Leute in die Ateliers gekommen sind, müssen wir das im nächsten Jahr unbedingt wiederholen“, spricht die langjährige Vorsitzende des Vereins das aus, was sich die zufriedenen Künstler 2013 nach der ersten Veranstaltung unter dem Motto „Kunst dort erleben, wo sie entsteht“ sagten.

Der Schritt zur Neuauflage fiel somit leicht. Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Mai, haben Interessierte jetzt wieder die Chance, von 12 bis 18 Uhr Atelier-Luft zu schnuppern. In 15 Häusern zeigen Lübecker Künstler ein breites Spektrum an verschiedenen Themen und Techniken aus den Bereichen Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie, Skulptur und Installation. „Die 15 offenen Ateliers sind aber nur ein kleiner Ausschnitt des künstlerischen Schaffens in Lübeck“, betont Adler und verweist auf die aktuell 80 Mitglieder des Vereins und die unzähligen Künstler der Hansestadt. Am „Tag des offenen Ateliers“ können aber auch unterschiedlichste Arbeitsraumsituationen begangen und entdeckt werden: Vom verwinkelten Atelier im historischen Altstadthaus bis zum als Werkshalle umgebauten ehemaligen Backhaus. Denn auch das Atelier von Heiko Jäckstein ist nicht sofort zu entdecken: Der Maler arbeitet an seinen Werken in einem Hinterhaus in der Wallstraße – direkt gegenüber der Altstadtinsel. „Es ist ein guter Moment, im neuen Jahr die Türen zu öffnen“, sagt Jäckstein, der noch bis vor eineinhalb Jahren sein Atelier an der Untertrave hatte. Der Künstler freut sich neben dem Austausch mit anderen Künstlern auch auf die Besucher am offenen Wochenende. Und gerade letztere werden an die Hand genommen, denn „wir wollen die Schwellenangst vor Ateliers nehmen“, sagt Stephan Schlippe, der das Projekt „Art-Walk“ des Wochenendes betreut. Jeweils zwei zweistündige Führungen bietet der Zeichner, Graphik-Designer und Filmemacher an (Kosten: 5 Euro, Anmeldungen unter kulturbüro@luebeck.de oder Tel. (0451) 122-4101). Dabei gibt es Infos zu den Künstlern, die auf der Tour besucht werden, und Wissenswertes zur gezeigten Kunst. „Eine Gruppe von etwa 20 Interessierten lässt auch Raum zum Hinterfragen“, ergänzt Susanne Adler.

Mit den Künstlern ins Gespräch kommen können Kunstinteressierte auch in der Gröpelgrube beim „Kunstfest“ in der dortigen Pilgerhalle am 10. Mai, um 19 Uhr. Neben Musik und Tanz gibt es hier weitere Einblicke in die Lübecker Kunstszene – auch falls es wie beim „Offenen Atelier“ 2013 wieder regnen sollte.

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erstellt am 02.Mai.2014 | 15:27 Uhr

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