Kripo warnt vor Trickbetrügern

Polizeisprecher  Stefan Muhtz.
Polizeisprecher Stefan Muhtz.

Unbekannte rufen in Lübeck Alleinstehende in den Abendstunden an und geben sich als Kriminalbeamte aus

shz.de von
04. April 2016, 15:39 Uhr

Am Sonntagabend erhielten ältere, alleinlebende Frauen in der Hansestadt Anrufe von einem angeblichen Kriminalpolizeibeamten. Die Polizei warnt vor der aktuellen Masche, nachdem mehrfach sich in den Abendstunden ein vermeintlicher Kriminalbeamter aus Kiel oder Lübeck namens Stein bei den älteren Damen gemeldet hatte. Diese wurden nach ihren Lebensumständen und Wertgegenständen ausgefragt. Oftmals wird dabei von einer größeren Einbrecherbande erzählt, die festgenommen wurde und die Angerufen wurden als mögliche, ausbaldowerte Opfer ermittelt. Um die Wohnung der Angerufenen zu sichern oder auch deren Angespartes sicherer bei der Polizei aufzubewahren sollte es zu weiteren Kontakten/Anrufen kommen. Die Ermittler des K 15 sprechen von einem sogenannten Callcenter-Betrug. Zielgruppe sind zumeist ältere Menschen, welche überwiegend aus dem Ausland angerufen werden. Die Anrufer sind in Gesprächsführung gut geschult und wirken überzeugend. Die Täter wenden sogar für ihre Anrufe eine spezielle Technik an, die es ermöglicht, auf der Rufnummernanzeige der Telefone ihrer Opfer eine andere Nummer anzuzeigen, zum Beispiel die Telefonnummer eine Behörde.

„Die Polizei rät zur Vorsicht und Umsicht. Ausführliche Hinweise zu den Betrugsmaschen und Beratungshinweise sind unter www.polizei-beratung.de zu finden“, sagt Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck: „Wer das Internet nicht nutzt, sollte sich zum Beispiel. Hilfestellung von den Kindern oder Enkeln geben lassen. Wurden sie gerade angerufen und/oder mögliche weitere Telefonate sind angekündigt oder sie sind bereits Opfer dieser Betrugsmasche – bitte informieren sie ihre örtliche Polizeidienststelle“, so Muhtz.



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