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Lübeck

17. Oktober 2017 | 10:18 Uhr

Kriminalität rückläufig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Hansestadt Lübeck ist aber auch die Aufklärungsquote leicht zurückgegangen

von
erstellt am 10.Mär.2016 | 15:32 Uhr

Norbert Trabs, neuer Leitender Polizeidirektor in Lübeck, hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2015 vorgestellt, die genau 22  881 Vergehen und Verbrechen ausweist. Das ist ein Rückgang um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist in diesem Zeitraum die Aufklärungsquote gesunken.

Polizeidirektor Norbert Trabs kann seinen Dienst in Lübeck mit einer positiven Nachricht beginnen: In fast allen Kriminalitätsbereichen ist die Zahl der angezeigten Fälle gesunken, zum Beispiel bei Taschendiebstahl um 20,5 Prozent, bei Diebstählen aus Büros und Lagerräumen um 18,9 Prozent, bei Fahrraddiebstählen um 10,4 Prozent. Auch bei schwereren Delikten gab es deutlich weniger Anzeigen, so bei Sexualdelikten (minus 15,6 Prozent), bei Raub (minus 10,7 Prozent), bei Körperverletzungen (minus 9,2 Prozent).

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist dagegen um 13,1 Prozent auf 540 Fälle angesteigen. Bei den Einbrüchen am Tag sind es sogar 30,6 Prozent. Bei den Autoaufbrüchen oder Diebstahl von Autoteilen wurden 1174 Fälle gemeldet, ein Plus von 9,7 Prozent. Dramatisch klingt der Anstieg bei „Raubüberfällen in Wohnungen“ von 36,4 Prozent. „Der hohe Wert entsteht allerdings aus der geringen Zahl. Hier gab es 15 Anzeigen, im Vorjahr waren es elf“, erläuterte Trabs.

Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass nur bearbeitete Fälle in die Statistik eingehen. Besonders im Bereich Rauschgift gibt es oft keine Anzeigen, hier hängt die Zahl der registrierten Straftaten vom Ermittlungserfolg der Beamten ab. Auch Ermittlungen des Staatsschutzes und Verkehrsdelikte werden nicht in der Statistik berücksichtigt.

Trotzdem ist eine Tendenz zu erkennen: Seit 2007 sinken die Fallzahlen jedes Jahr von 29  789 auf jetzt 22  881. Die Aufklärungsquote ist ebenfalls rückläufig. 2014 konnte in 51,9 Prozent der Fälle ein Tatverdächtiger ermittelt werden, 2015 nur noch bei 51,4 Prozent.

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