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Lübeck

11. Dezember 2017 | 22:17 Uhr

Kreuzfahrer machen sich rar

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nur noch 13 Anläufe von Kreuzfahrschiffen in diesem Jahr am Ostpreußenkai in Travemünde

Das Kreuzfahrtgeschäft in Lübeck ist weiter rückläufig. In diesem Jahr laufen nur noch neun Schiffe den Ostpreußenkai und den Skandinavienkai an. Bei einem Ausbau eines Anlegers könnten es aber 71 Anläufe sein.

„The Ostpreußenkai cruise terminal lies right in the heart of Travemünde’s Old Town with a view to the four-masted barque Passat on the opposite bank of the river Trave“, wirbt die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) an Stand Nr. 701 auf der weltgrößten Kreuzfahrtmesse, der Cruise Shipping Miami (CSM).

Durch die Messepräsenz in den USA sollen mehr Luxusliner ins Seebad Travemünde gelockt werden. Das ist auch dringend nötig, denn es kommen noch weniger Schiffe als ursprünglich gedacht: Erwartungsgemäß ist der Besuch der MS Deutschland in Travemünde für dieses Jahr storniert worden. Das Kreuzfahrtschiff befindet sich in wirtschaftlichen Turbulenzen (wir berichteten). Leider hat auch die Fred Olsen Line einen Anlauf storniert: Die MS Braemar eröffnet zwar am 12. Mai die Kreuzfahrt-Saison in Travemünde, der für den 20. Mai geplanten zweite Besuch wurde aber gestrichen. Und die für den 12. und 21. Dezember angekündigte MS Albatros der Phönix Reisen kommt nur noch am 21. Dezember. Grund ist ein Werftaufenthalt.

Damit nutzen noch elf Kreuzfahrtschiffe in diesem Jahr das Kreuzfahrt-Terminal am Ostpreußenkai. Zwei weitere Kreuzfahrer machen am Skandinavienkai fest, so dass Travemünde in der Kreuzfahrt-Saison 2015 auf nur 13 Anläufe kommt. Manches Schiff erscheint mehrfach, und es so sind es tatsächlich nur neun verschiedene Luxusliner, die in der Saison 2015 in Travemünde zu bewundern sind.

Immerhin hat der Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft im Januar beschlossen, dass Lübeck verstärkt um kleinere Kreuzfahrtschiffe werben soll, die am Ostpreußenkai festmachen können. Ob die Bemühungen Erfolg haben, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

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