Bad Segeberg : Kellerbrand in der Innenstadt – Drei Verletzte

Die Feuerwehr musste einige Bewohner mit einer Leiter aus dem oberen Stockwerk befreien.
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Die Feuerwehr musste einige Bewohner mit einer Leiter aus dem oberen Stockwerk befreien.

Schreck in der Nacht in Bad Segeberg: In einem Keller brach ein Brand aus. Durch die starke Rauchentwicklung konnten die Bewohner nur über eine Drehleiter befreit werden. Drei Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Das Haus ist jetzt unbewohnbar. Es wird wegen schwerer Brandstiftung ermittelt.

shz.de von
10. Juni 2014, 06:51 Uhr

Bad Segeberg | Großalarm in der Nacht in Bad Segeberg: Bei einem ausgedehnten Kellerbrand in der Innenstadt wurden in der Nacht drei Hausbewohner verletzt. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurden sie mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Zwei der Bewohner hatten die Feuerwehrleute mit Leitern und aufgesetzten Fluchthauben aus dem Gebäude geholt, sagte Feuerwehreinsatzleiter Mark Zielinsky am Brandort.

Die Feuerwehr war um 21.50 Uhr alarmiert worden und traf kurze Zeit später am Brandort in der Großen Seestraße ein. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits eine immense Rauchentwicklung am Haus und in der Straße. Mehrere Bewohner standen am Fenster. Parallel zur Rettung wurde ein Erstangriff unter Atemschutz im Keller durchgeführt. Die erhebliche Rauchentwicklung richtete aber im gesamten Gebäude großen Schaden an, so dass die Wohnungen unbewohnbar und das Ladenlokal nicht mehr nutzbar sind. Desweiteren erreichte das Feuer die Holzzwischendecke zwischen Keller und Ladenlokal und führte so zu einem Schwelbrand. Hier mussten weite Teile der Bodenverkleidung mit Hilfe von Motorsägen geöffnet werden, um nachzulöschen.
Um ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben, wurden die Wehren Klein Rönnau, Schackendorf und Fahrenkrug nachalarmiert. Für die Feuerwehr Bad Segeberg wurde neben dem Vollalarm auch die Sirenen ausgelöst. Insgesamt waren 110 Feuerwehrleute sowie der Rettungsdienst mit Notarzt eingesetzt.

Die Kripo ermittelt wegen „schwerer Brandstiftung“, ohne nähere Angaben zu machen. Die Schadenshöhe liege bei mindestens 200.000 Euro.

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