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Lübeck

17. Dezember 2017 | 04:07 Uhr

Keine Stellen für die Polizei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Innenminister Breitner stattete Revier der kleinsten Einsatzfläche in Deutschland seinen Besuch ab

Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) auf Stippvisite in der Hansestadt. Er besuchte das umgebaute und jüngst wieder bezogene 1. Polizei-Revier – die Mengwache in der Altstadt. Breitner sprach mit den Beamten über die Arbeitsbelastung nach den Personalkürzungen der vergangenen Jahre. Trotz der schwierigen Lage schloss der Minister die Genehmigung neuer Stellen aus.

„Hier machen zu wenig Leute Dienst“, stellte Breitner nach dem Gespräch im Revier in der Mengstraße fest, aber: „Ich habe auch keine mitgebracht.“ Die Situation sei schwierig, räumte der Innenminister ein. Das Personal der Wache ist in den vergangenen drei Jahren von 93 auf 80 Stellen gesunken. Dabei werde es wohl bleiben. Das Land Schleswig-Holstein sei verpflichtet, Stellen abzubauen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Aktuell würde der Stellenabbau im Bereich der Wasserschutzpolizei und des IT-Bereiches geprüft, so Breitner weiter. Bei der Verkehrsüberwachung werde wohl nicht gespart, wie ursprünglich diskutiert. Damit, so der Trost von Breitner, werde das 1. Polizei-Revier in Lübeck auch nicht durch weitere Aufgaben belastet.

Das Revier in der Mengstraße ist im Hinblick auf die Einsatzfläche das kleinste Revier in Deutschland. Es hat aber außergewöhnlich viele Aufgaben von der Betreuung von Spontan-Demos bis zum Touristen, der nach dem Weg fragt. Die Polizei wolle trotz der schwierigen Situation Ansprechpartner bleiben, betont Revierleiter Torsten Wähling. Er möchte keine Verwaltungs-Polizei, bei der Ratsuchende zwei Stunden Wartezeit in Lauf nehmen müssen. Auch die Präsenz auf der Straße sei wichtig.

Innenminister Andreas Breitner, der selbst einige Jahre als Polizeibeamter in Kiel gearbeitet hat, versichert den Lübeckern, dass in allen Fällen eine schnelle Hilfe gesichert bleibt.

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