Keine Sammelschließanlage

Wo geht’s lang für Radfahrer? Der neue Rahmenplan Innenstadt liegt vor. Radfahrer in der Hansestadt sind nicht zufrieden mit den Ergebnissen.
Wo geht’s lang für Radfahrer? Der neue Rahmenplan Innenstadt liegt vor. Radfahrer in der Hansestadt sind nicht zufrieden mit den Ergebnissen.

In Lübeck werden Radfahrer zwar politisch umworben, in der Praxis geschieht wenig

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25. März 2019, 12:52 Uhr

Keine weiteren Fahrradgaragen an Bahnhaltepunkten, kein Fahrradstreifen am Lindenplatz, keine rasenden Radler in der Innenstadt: In Lübeck werden Radfahrer zwar politisch umworben, in der Praxis geschieht wenig.

Eine Idee der vergangenen Jahre waren Fahrradgaragen an den Bahnhaltepunkten. Dort sollten teure Räder sicher abgestellt werden können. E-Bikes können an diesen Stationen aufgeladen werden. Zwei dieser Abstellanlagen wurden in Travemünde geschaffen. Weitere wird es nicht geben.

„Der Bedarf an weiteren Fahrradabstellmöglichkeiten an Bahnhaltepunkten wurde von der landesweiten Nahverkehrsgesellschaft Nah.sh geprüft“, teilt die Bauverwaltung mit. „Es ist vorerst keine weitere Sammelschließanlage für Fahrräder geplant." Immerhin am Hauptbahnhof ist man noch im Gespräch mit der Deutschen Bahn. Der Betreiber des Parkhauses in Bahnhofsnähe hat nämlich eine Abstellanlage für Fahrräder abgelehnt. Auch das Rad als schnelle Alternative zu anderen Verkehrsmitteln wird in Lübeck nicht gefördert. Beim neuen Rahmenplan Innenstadt (wir berichteten) wurde ausdrücklich auf Radschnellwege verzichtet. Wie bei den Autos sollen auch die rasenden Radfahrer den Innenstadtbereich nicht als Abkürzung nutzen können. In angemessener Geschwindigkeit seien sie aber in der Altstadt willkommen.

Größere Abstellanlagen für Fahrräder in der Innenstadt sind in dem neuen Innenstadtkonzept nicht vorgesehen. Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren eine Fahrradgarage zum Beispiel auf dem Schrangen diskutiert. Laut Innenstadtkonzept besteht aber kein Bedarf.

Nur in folgenden Punkten sieht der jüngst vorgestellte Rahmenplan Innenstadt Verbesserungen vor: Radfahren in beide Richtungen in der Königstraße, Ertüchtigung der Fahrradstraße und die Erlaubnis, den Klingenberg mit dem Fahrrad zu befahren. Das mache aber ohnehin jeder, so ein Ergebnis der Untersuchung.

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