Kein Interesse an Straßenbauauftrag

Die Kreuzung Hüxtertorallee / Moltkestraße kann nicht neu gestaltet werden, da kein Bauunternehmen rechtzeitig Interesse an dem Auftrag gezeigt hat.
Die Kreuzung Hüxtertorallee / Moltkestraße kann nicht neu gestaltet werden, da kein Bauunternehmen rechtzeitig Interesse an dem Auftrag gezeigt hat.

Radfahrer haben Nachsehen an der Kreuzung Hüxtertorallee - Moltkestraße

von
09. Juli 2018, 15:15 Uhr

Vor zwei Jahren wurden die Pläne für den Umbau der Kreuzung Hüxtertorallee und Moltkestraße vorgestellt. Umgesetzt wurden die Planungen bislang nicht. Grund: Für den Auftrag konnte keine Baufirma gefunden werden. Die Situation für Rad- und Autofahrer bleibt daher in diesem Bereich unübersichtlich.

Die Kreuzung wird besonders zu Schulbeginn und Schulschluss von vielen Radfahrern genutzt. Dann stehen jeweils um die 30 Radfahrer an den Ampeln. Dabei zeigt sich das erste Problem: Aufstellflächen gibt es nicht. Es kommt zu Konflikten mit anderen Radfahrern und Fußgängern. Die Furten für die Radfahrer sind direkt neben den Übergängen für Fußgänger. Und das führt zu kuriosen Situationen: Radfahrer aus der Moltkestraße müssen an der Hüxtertorallee auf Grün warten, dann die Fahrbahn überqueren und an der Einmündung zur Rehderbrücke noch einmal auf Grün warten, damit sie dort auf die Fahrbahn in Richtung Innenstadt fahren können. Noch unübersichtlicher ist die Lage aus Richtung Rehderbrücke, wenn man die Altstadtinsel verlässt. Die Stadtverwaltung hat den Radweg mit einem kleinen Schild aufgehoben, was aber kaum auffällt. An der Ampel befindet sich das Signal weiterhin direkt am Fußgängerüberweg.

Die Fahrbahn wurde in den vergangenen Tagen saniert, die Situation für die Radfahrer hat sich aber nicht verbessert. Der Grund: Es sollen auch einige Kantsteine verlegt werden. Um die Ausschreibung hat sich kein Unternehmen beworben. Da die Baumaßnahme nur in den Sommerferien umgesetzt werden könne, wird sie um ein weiteres Jahr verschoben. Das geringe Interesse der Baufirmen trifft nicht nur diese Maßnahme, berichtet Matthias Drever, stellvertretender Bereichsleiter für Stadtgrün und Verkehr. Selbst bei großen Maßnahmen sei man froh, wenn sich überhaupt zwei Firmen an einer Ausschreibung beteiligen. Dennis Bunk, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt, berichtet von ähnlichen Problemen. In seinem Bereich gebe es zum Glück noch eigene Handwerker.





zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen