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Lübeck

19. Oktober 2017 | 06:19 Uhr

JVA: Backen hinter Gittern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Justizvollzugsanstalt Lübeck lud Familien von Insassen und Justizministerin zum Plätzchen-Backen ein

Wenn der Vater im Gefängnis sitzt, ist das nicht nur für ihn eine Strafe. Auch die Angehörigen und besonders Kinder leiden unter der Situation. Die Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Lübeck (JVA) haben sich deshalb etwas ausgedacht: Sie luden zum gemeinsamen Backen von Plätzchen ein.

„Die Aufrechterhaltung der sozialen Bindungen zur inhaftierten Mutter oder Vater ist nicht nur für die Kinder wichtig, sondern entscheidend für die gute Wiedereingliederung der Gefangenen“, sagt Anstaltsleiter Tobias Berger. Er unterstützte die Idee seiner Mitarbeiter sofort. Aber auch von ganz oben gibt es Lob: Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) kam ebenfalls vorbei, um beim Backen der Plätzchen zu helfen. Vier Familien und ein alleinstehender Gefangener beteiligten sich an der ungewöhnlichen Aktion, die zumindest in Norddeutschland einmalig ist. Ministerin Anke Spoorendonk entschied sich, Holstentore zu backen. Auch die durften die Familien mitnehmen.

Die Aktion ist ein weiterer Schritt, um Kindern von Gefangenen zu helfen. Bereits seit Mai gibt es im Eingangsbereich ein Infoportal, das auch kleinen Besuchern zeigt, wie die Abläufe in der Justizvollzugsanstalt sind und ihnen die Angst nimmt. Justizministerin Anke Spoorendonk wird das Thema weiter beschäftigen. Sie kündigte neue Regelungen an, damit den betroffenen Familien besser geholfen werden kann.

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