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Lübeck

14. Dezember 2017 | 16:41 Uhr

Ja zur Falkenwiese

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

An der Wakenitz in Lübeck könnte ein modernes Sportzentrum entstehen

Über die Aufwertung des Areals Falkenwiese – zwischen Falkenstraße und Wakenitz – wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Jetzt besteht aber die Aussicht auf Realisierung eines neugestalteten Sportzentrums. Der Bund hat ein Programm zur Förderung von Sportstätten aufgelegt und könnte 90 Prozent der Kosten übernehmen. Die Hansestadt Lübeck hat einen entsprechenden Antrag gestellt.

An der Falkenwiese tragen die Fußballvereine SV Viktoria 08 und der Türkische SV ihre Heimspiel aus, während nebenan der LBV Phönix mit Restaurant, Sporthalle und zahlreichen Tennis- und Hockeyplätzen residiert. Die Idee, das bestehende Sportgelände in Altstadtnähe samt der angrenzender Industrie-Brache umzugestalten, besteht schon lange. Die Interessen des LBV Phönix, der Teil seiner Plätze hätte aufgeben müssen für Neubauten, und der Stadt ließen das Projekt im vergangenen Jahr scheitern.

Im Jahr 2013 hatte die Bürgerschaft die Erstellung eines entsprechenden Konzeptes beauftragt, das von der Lübecker Possehl-Stiftung, dem Lübecker Turn- und Sportbund sowie der Stadt finanziert wurde. Das Ergebnis: Das Projekt würde knapp drei Millionen Euro kosten. Die Stadt hat für 2016 bis 2018 zwar jeweils eine Million im Haushalt vorgemerkt, ob das angesichts des finanziellen Notstandes realisiert werden kann, ist mehr als unklar. Jetzt aber könnte der Bund helfen. Der hat kurzfristig 100 Millionen Euro bereit gestellt, die Kommunen für Sport-Infrastruktur nutzen können. Lübeck müsste nur noch 299  100 Euro aufbringen – also knapp 100  000 Euro im Jahr. Die sind für 2016 bereits gesichert, da bereits für dieses Jahr 100  000 Euro für Planungen vorgesehen waren, die nicht verbraucht wurden. Entstehen sollen ein Kunstrasenplatz, Laufbahn, Sprungparcours, Ballfang, Tribüne und Flutlicht sowie ein Kunstrasen-Kleinspielfeld ebenfalls Flutlicht und ein Bereich für Beachsport.

Beteiligt an der Planung sind die Falkenwiese-Nutzer sowie der Tanzclub Hanseatic und der Lübecker Judo-Club, die beide derzeit vis-a-vis in ehemaligen Industriegebäuden an der Falkenstraße ansässig sind, die aber einer Neubebauung weichen sollen.

Auf dem ausgewiesenen Areal Falkenwiese sollen auch am Rande Neubauten entstehen für Ansiedlung von Ärzten, Physiotherapeuten sowie Restaurants, die den Betrieb wirtschaftlich
sicher stellen.

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