Integration dank Museum

Museumsleiterin Dr. Dagmar Täube, vermittelt Kindern aus aller Welt das St. Annen Museum als Wohlfühlort.
Museumsleiterin Dr. Dagmar Täube, vermittelt Kindern aus aller Welt das St. Annen Museum als Wohlfühlort.

Erfolgreiches Projekt mit Kindern aus aller Welt im St. Annen-Museum in Lübeck

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19. Juni 2019, 14:16 Uhr

Lübeck | Während in der Politik die Flüchtlingsdebatte seit Jahren hohe Wellen schlägt, wird im St. Annen-Museum seit drei Jahren ohne große Worte Integration betrieben: Hier kommen regelmäßig Kinder aus Syrien, dem Iran, der Türkei, aus Äthiopien, Südkorea und Deutschland zusammen. Sie alle sind Schülerinnen und Schüler der Marienschule und zum Teil erst seit Kurzem in Deutschland.

Dr. Dagmar Täube, Museumsleiterin in St. Annen, und Schulsozialarbeiter Thorsten Hößler ist es auf diese Weise gelungen, das Museum den Kindern als einen Ort nahezubringen, „an dem man nicht nur viel lernen, sondern auch Spaß haben kann“. Flüchtlingskinder und deutsche Kinder sollen hier spielerisch in Gemeinschaft Neues entdecken und zu ihrer Erfahrungswelt in Beziehung
setzen.

„Wir gehen in die Sammlung, basteln, malen oder spielen bei gutem Wetter in
den schönen Museumsgärten. Die Kinder freuen sich darauf, herzukommen“, berichtet Thorsten Hößler, der die Jungen und Mädchen begleitet und betreut. So nähern sie sich nicht nur der Kunst und der Kultur ihres neuen Landes an, sondern sie verbringen Zeit miteinander, lernen die Sprache und bauen Freundschaften auf.

Das Projekt liegt Museumsleiterin Dagmar Täube am Herzen. „Mit geht es darum, dass bei den Kindern der Funke überspringt und sie unser Museum als einen Wohlfühlort erleben. Ich freue mich sehr, dass die Marienschule dies möglich macht.“ Und Dorothee Kirsten, Leiterin der Marienschule in der Lübecker Altstadt, ist sich sicher, dass von diesem besonderen Angebot des St. Annen-Museums bereits viele Kinder profitiert haben. Das Projekt wird im Herbst fortgesetzt. Zum Abschluss des aktuellen Schuljahres gibt es am heutigen Donnerstag ein großes Fest, zu dem auch die Eltern mitkommen und sich von ihren Kindern über die Kunstwerke erzählen lassen. Zum Abschluss wird gemeinsam ein großflächiges Bildes gemalt.

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