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Lübeck

21. November 2017 | 05:27 Uhr

Insolvenzverwalter nimmt Arbeit auf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Klaus Pannen verschaffte sich einen ersten Überblick am Flughafen Lübeck

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 12:02 Uhr

Der vorläufige Insolvenzverwalter für den Lübecker Flughafen hat gestern seine Arbeit aufgenommen. Der Elmshorner Rechtsanwalt Klaus Pannen verschaffte sich zusammen mit dem Notgeschäftsführer Siegmar Weegen einen ersten Überblick über die Situation. Es geht um die Frage, ob sich der Flughafen noch wirtschaftlich führen lässt oder ob das Aus unausweichlich ist.

Pannen war am Mittwoch vom Amtsgericht Lübeck zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Zuvor hatte Weegen einen vorläufigen Insolvenzantrag für die Yasmina Flughafenmanagement GmbH gestellt (wir berichteten).

Wie es mit dem Regionalflughafen weitergeht, der nach dem plötzlichen Ausstieg des deutsch-ägyptischen Geschäftsmannes Mohamad Rady Amar und seines saudi-arabischen Geldgebers in Not geratenen ist, ist ungewiss. Sowohl die hoch verschuldete Hansestadt als auch das Land Schleswig-Holstein haben eine Übernahme bereits abgelehnt.

Der Flugbetrieb läuft jedoch zunächst normal weiter. Die Stimmung der rund 100 Beschäftigten des Flughafens ist nach wie vor gedrückt. „Bei uns herrscht nicht gerade Hochstimmung, aber wir sind froh, dass unsere Gehälter durch das Insolvenzgeld für die nächsten Monate gesichert sind“, sagte Airport-Sprecherin Jana Bahrenhop.

Nach einem Bericht des NDR haben einige Flughafenmitarbeiter Vorbehalte gegen den vom Gericht eingesetzten Notgeschäftsführer Weegen. Er sei ein Teil des Problems – und nicht die Lösung, zitiert der Sender auf seiner Internetseite Mitarbeiter, die anonym bleiben wollten. Weegen war erst vor wenigen Wochen aus gesundheitlichen Gründen als Flughafen-Chef zurückgetreten.

Sollte Blankensee den Flugbetrieb wegen Insolvenz einstellen, hätten Ticketkäufer nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises durch die jeweilige Fluggesellschaft. Bereits erworbene Flugscheine sollten aber nicht storniert werden. Denn die Airlines müssten in solchen Fällen lediglich Steuern und Flughafengebühren erstatten.

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