zur Navigation springen

IHK: Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

IHK startet ein auf Integration von Flüchtlingen ausgerichtetes Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren

Die Wirtschaft im Hanse-Belt sieht in dem derzeitigen Zustrom von Flüchtlingen große Herausforderungen aber auch Chancen für den Standort. Daher hat die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) auf ihrer September-Sitzung in Tremsbüttel beschlossen, ein auf die Integration von Flüchtlingen ausgerichtetes Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren aufzulegen.

„Wir senden das klare Signal aus, dass es eine Willkommenskultur für Flüchtlinge im Hanse-Belt gibt“, betont IHK-Präses Friederike C. Kühn. „Mit dem Projekt wollen wir der größer werdenden Fachkräftelücke, die schon bei fehlenden Auszubildenden anfängt, entgegenwirken. Wir wollen helfen, die Integration von arbeitswilligen und -fähigen Flüchtlingen und Asylanten in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und damit die Duale Ausbildung und die Wirtschaft insgesamt stärken.“

Für das Projekt verantwortlich ist Dr. Ulrich Hoffmeister, Leiter des IHK-Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung. An erster Stelle stehe, die Betriebe über das Projekt zu informieren und deren Bereitschaft zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit oder Ausbildung abzufragen. Ein Leitfaden für die Beschäftigung von Migranten soll den Arbeitgebern Hilfestellung geben. Zudem wird die IHK Unternehmen bei der Organisation von Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge unterstützen, angefangen bei der Information über die Möglichkeiten und Voraussetzungen der Beschäftigung von Flüchtlingen bis zur Vorbereitung betrieblicher Mentoren, die die Migranten betreuen.

„Grundsätzlich sollte bereits in den Erstaufnahmestellen die Qualifikationen der Migranten festgestellt werden“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning. Anschließend vermittelt die Bundesagentur für Arbeit an die Betriebe. Die IHK werde eine aktive Koordination betreiben und bei den Betrieben die Bedarfe erfragen und der Agentur melden, wo es freie Stellen sowie Ausbildungs- oder Praktikumsplätze gibt. Zudem werden die IHK-Berater Migranten über die Möglichkeiten der Selbstständigkeit unterrichten. Wichtig sind zudem der Aufbau und die Abstimmung der Zusammenarbeit mit den IHK in Flensburg und Kiel, den Handwerkskammern, der Regionaldirektion Nord der Agentur für Arbeit, dem Land und Kommunen sowie den Hilfsorganisationen.

Die Vollversammlung der IHK zu Lübeck beschloss in ihrer Sitzung einstimmig, die erfolgreiche Arbeit der Hanse-Belt Initiative weiter zu unterstützen, in der 60 Unternehmerinnen und Unternehmer aktiv sind, um die gemeinsam die Entwicklung der Region voranzutreiben. „Ihre Aktivitäten ergänzen die Aufgaben der IHK ideal. Im Schulterschluss werden IHK und Hanse-Belt die Entwicklung der Region vorantreiben. Die im vergangenen Jahr unterzeichnete und in Deutschland einzigartige Charta für eine neue Unternehmenskultur ist ein wichtiger Baustein“, so Kühn.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen