zur Navigation springen
Lübeck

22. November 2017 | 16:04 Uhr

Hotelneubau: Stillstand am Markt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Anlieger droht mit einer Klage gegen das geplante Motel One am Rand des historischen Lübecker Marktplatzes

Die geteerte Parkfläche am Markt sollte längst geschlossen sein und einer Baugrube weichen. Jedoch: Der Bau eines Hotels verzögert sich. Ein Anlieger droht offenbar mit einer Klage gegen das rund acht Millionen Euro teure Bauprojekt.

Lübecks modernste und kostspieligste Toilettenanlage (wir berichteten) wurde längst abgebaut, die Aufhebung des Parkplatzes war für den 14. März angekündigt. Bereits am 15. März wollte die Stadt die Schilder und Parkscheinautomaten abbauen und die Fläche dem Investor übergeben. Doch Fehlanzeige. „Gegen den Bau des Motel One wurde Widerspruch eingelegt“, teilt Valessa Glisovic, stellvertretende Sprecherin der Stadtverwaltung mit.

Die Hansestadt hat in der Zwischenzeit den Widerspruch abgewiesen. Jetzt kann der Anwohner Klage einreichen. Die Frist dafür läuft in dieser Woche ab. Wenn die Gerichte entscheiden müssen, kann sich das Hotel-Projekt um mehrere Monate verzögern. Sollte im Laufe keine Klage eingehen, kann der Investor sofort mit den Arbeiten beginnen. „Der Parkplatz würde dann kurzfristig geschlossen“, so Valessa Glisovic. Zu den Hintergründen des Widerspruchs wolle die Stadt mit Blick auf das laufende Verfahren keine Angaben machen. Im Bauausschuss wurde die Höhe des Gebäudes heftig diskutiert, die sich am Rathaus orientiert.

Der neue Hotelneubau soll 112 Zimmer haben. Parkplätze oder eine Tiefgarage sind nicht vorgesehen. Zielgruppe seien Personen, die durchaus auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, so das Unternehmen. Zudem sollen zwei zusätzliche Taxiplätze vor dem Postgebäude im Schüsselbuden ausgewiesen werden. Restaurants sind ebenso wenig geplant wie Konferenzräume. Lediglich eine Bar werde vorhanden sein.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen