Hotelneubau mit Hindernis

Auf der Wiese  stand einst das Spaßbad „Aqua Top“, das nach Jahren des Leerstandes abgerissen worden war. Die Neubebauung scheitert bislang an Grundstücksfragen.
Auf der Wiese stand einst das Spaßbad „Aqua Top“, das nach Jahren des Leerstandes abgerissen worden war. Die Neubebauung scheitert bislang an Grundstücksfragen.

Nachbarn sind gegen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Aqua Top in Travemünde

shz.de von
13. Juli 2015, 14:49 Uhr

Der Bauausschuss der Lübecker Bürgerschaft hat einen Auslegungsbeschluss für den Neubau eines Hotel- und eines Appartementhauses gefasst, der auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Spaßbades Aqua Top entstehen soll. Es gibt aber weiterhin ein Problem: Ein Teil des Baugrundstücks gehört Wohnungseigentümer des angrenzenden Maritim Hotel-Komplexes. Und dort gibt es weitere Proteste.

Eigentlich soll der Bebauungsplan im Herbst beschlossen werden, im Sommer 2016 könnte dann Baubeginn sein. Mit der Fertigstellung wäre für Ende 2017 zu rechnen, wenn alles glatt geht. Doch einige Besitzer der Eigentumswohnungen im Travemünder Maritim ziehen nicht mit. Sie haben sich bereits schriftlich zum Bebauungsplan geäußert. Dort ist nur kurz vermerkt, dass die Eigentumsfragen nicht Teil des Bebauungsplanes seien. Schon jetzt ist klar: Einige Eigentümer wollen gegen den Bebauungsplan klagen.

Die Hansestadt Lübeck hält sich bei dem Thema bedeckt. „Wir gehen davon aus, dass die Grundstücksfrage geklärt wird“, sagt Marc Langentepe, Sprecher der Stadtverwaltung. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Maritim trete mit dem Bebauungsplan in Kraft.

Für das Maritim ist der Neubau eines Hotels in direkter Nachbarschaft kein Problem mehr. Bisher galt die Regelung, dass das Maritim Hotelzimmer in Wohnungen umwandeln darf, wenn nachgewiesen wird, dass durch den Neubau nebenan die Nachfrage nach Hotelzimmern sinkt. Das wurde jetzt geändert. Tritt der neue Bebauungsplan in Kraft, kann das Maritim selbst festlegen, wie die Räume genutzt werden. Dauerhaftes Wohnen trage zur Revitalisierung des zentralen Kurgebietes auch außerhalb der Saison bei, so die Lübecker Stadtverwaltung. Bedenken des städtischen Bereichs „Stadtgrün und Verkehr“, dass mit Auflösung des Parkplatzes „Alter Leuchtturm“ und seinen 180 Stellplätzen ohne Schaffung neuer Parkmöglichkeiten den Parkdruck sich weiter erhöhe, werden zurück gewiesen.

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