Hotel mit Giebelhaus-Optik

Das ist der Siegerentwurf des Lübecker Büros Riemann und Partner für einen Hotel-Neubau am Markt. Links an der Ecke der lange umstrittene Neubau, in dem P&C logiert. Rechts das Alte Stadthaus.
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Das ist der Siegerentwurf des Lübecker Büros Riemann und Partner für einen Hotel-Neubau am Markt. Links an der Ecke der lange umstrittene Neubau, in dem P&C logiert. Rechts das Alte Stadthaus.

Fachjury hat sich für Entwurf eines Lübecker Architektenbüros entschieden, der Marktplatzlücke schließt

shz.de von
26. Januar 2015, 15:08 Uhr

Mitten im Herzen Lübecks, auf dem ehemaligen Stadthausgrundstück am Markt, derzeit als Parkplatz mit öffentlichem Klo genutzt, wird ein Hotel entstehen. Die Entwürfe von acht Architektenbüros wurden in den vergangenen Tagen gesichtet, bewertet, beurteilt. Inden Media Docks wurden nun Preise vergeben. Sieger ist das Lübecker Büro von Helmut Riemann und Partnern.

Ein Hotel an dieser exponierten Stelle sei eine hervorragende Nutzung, befindet Bürgermeister Bernd Saxe. Der Tourismus sei für Lübeck einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftsbereiche. 1,6 Millionen Übernachtungen habe man im vorigen Jahr gezählt, dazu zwischen 70 und 80 Millionen Tagesbesucher. Ein Haus der Gruppe Motel One werde das Budget-Segment verstärken, ohne dass dies zu Lasten der übrigen Hotels gehen müsse.

Bausenator Franz-Peter Boden verweist darauf, dass die siebenköpfige Jury zu einem einstimmigen Urteil gekommen sei für den Entwurf des Lübecker Büros Helmut Riemann. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben, dafür zwei dritte Preise an Büros aus Berlin und Hamburg.

Den Wettbewerb hatte der Investor, die Motel One-Gruppe ausgelobt. Auch ihr Favorit sei der Entwurf von Riemann und Partnern gewesen, so Managing Director Franz Wiessler. Die Architekten hätten die Kriterien Funktionalität, Ökonomie und die städtebaulich historische Einbindung gut miteinander verbunden. Das neue Hotel soll 112 Zimmer erhalten. Parkplätze oder eine Tiefgarage sind nicht vorgesehen. Wiessler sagt, die Klientel seiner Hotelgruppe bestehe aus Personen, die auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Zudem sollen zwei zusätzliche Taxiplätze vor dem Postgebäude Schüsselbuden ausgewiesen werden. Nach heutigem Stand würden die Einzelzimmer zwischen 59 und 79 Euro kosten plus 9,50 Euro für das Frühstück. Restaurants sind ebenso wenig geplant wie Konferenzräume. Lediglich eine Bar werde im Hause vorhanden sein. Die Investitionssumme werde sich zwischen sechs und acht Millionen bewegen. Auch den genauen Zeitpunkt des Baubeginns konnte Wiessler nicht nennen.

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