Hoghehus verkauft

Die IHK zu Lübeck nutzte das Hoghehus als Veranstaltungszentrum. Jetzt wurde es verkauft.
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Die IHK zu Lübeck nutzte das Hoghehus als Veranstaltungszentrum. Jetzt wurde es verkauft.

IHK Lübeck nicht mehr Eigentümer des 800 Jahre alten Kaufmannshauses

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20. Januar 2016, 14:53 Uhr

Die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck hat ihr Veranstaltungszentrum „Dat Hoghehus“ sowie das benachbarte Gebäude am Koberg 3 verkauft. Neue Besitzer ist das aus Lübeck stammende Unternehmerehepaar Wiebke und Jens Scheel. Die IHK hatte im Juni 2014 den Verkauf der Immobilien beschlossen.

„Das Hoghehus ist eines der ältesten Kaufmannshäuser der Stadt. Wir sind froh, dass die neuen Eigentümer es als Baudenkmal und damit als Teil der Geschichte der Hansestadt Lübeck erhalten wollen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning bei der Übergabe an Jens Scheel. Der Architekt will am bisherigen Konzept nichts verändern und das Hoghehus weiterhin für Veranstaltungen nutzen. Das so genannte Langhaus will er allerdings zu Wohnzwecken umbauen, kündigte er an.

Vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts war das Hoghehus am Koberg entstanden. Der Name leitet sich davon ab, dass immer hochgestellte Persönlichkeiten in dem Haus gewohnt oder gewirkt hatten. Während der Siebenjährigen Krieges beispielsweise residierte dort der Herzog von Mecklenburg-Schwerin, der die Geschicke seines Landes aus der neutralen Hansestadt lenkte. Seine klassizistische Fassade erhielt das Gebäude Ende des 18. Jahrhunderts. Um das Bürgerhaus vor dem Verfall zu retten und als Stück hanseatisch-kaufmännischer Kultur zu erhalten, erwarb die IHK zu Lübeck es im Jahr 1979. Nach dem Abschluss der Sanierung und Restauration nutzte es die IHK seit 1984 als Schulungs- und Veranstaltungszentrum.

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