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Lübeck

11. Dezember 2017 | 05:25 Uhr

Hilfe für Schwangere in Not

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Evangelischer Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg intensiviert Zusammenarbeit mit der Nohse-Stiftung

Seit mehr als 25 Jahren hilft die „Barbara und Lutz Nohse-Stiftung“ schwangeren Frauen, die sich ohne Unterstützung aufgrund finanzieller Not möglicherweise gegen das Austragen des Kindes entscheiden. Um die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und dem evangelischen Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zu festigen, wurde nun die Elisabeth-Haseloff-Stiftung als Unterstiftung ins Leben gerufen.

Lübecks Pröpstin Petra Kallies: „Wir unterstützen junge Familien mit Beratungsangeboten in Gemeinden, in Kindertagesstätten. Gleichwohl wissen wir, dass es Lebenssituationen geben kann, in denen eine Frau (oder ein Paar) sich durch eine Schwangerschaft überfordert sieht.“ Keine Frau mache sich die Entscheidung in einem Schwangerschaftskonflikt leicht, betont sie. In den Beratungsstellen unterstütze man die Frauen deshalb dahingehend, eine eigenverantwortete Entscheidung treffen zu können.

Derzeit arbeite die Lübecker Stiftung mit rund 60 Beratungsstellen, vornehmlich aus dem Süden Schleswig-Holsteins, aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg/Berlin zusammen, erläutert Prof. Dr. Walter Raasch, Vorstandsvorsitzende der Nohse-Stiftung: „Die Beraterinnen sind Seelsorger für die Frauen und Mädchen und gleichsam deren Anwälte.“ Bei dem Bedarf bitten die Beraterinnen die Stiftung um finanzielle Zuwendung. Laut Raasch sind seit Gründung der Stiftung rund 2200 Anträge von Müttern gefördert worden. Die familiäre Struktur aus Vater, Mutter und Kindern sei selten intakt. Wenn doch, dann sei diese gefährdet durch finanzielle Schwierigkeiten, Verschuldung oder Arbeitslosigkeit, erläutert Raasch. „Wenn das Leben Hand und Fuß bekommt, kann auch eine finanzielle Unterstützung hilfreich sein“, so Burkhard Ziebell vom Stiftungsvorstand. Die erste Priorität für eine finanzielle Unterstützung sei im Beratungsgespräch die Entscheidung der jeweiligen Mutter für das Kind in der ersten bis zwölften Schwangerschaftswoche. Die Bedürftigkeit müsse nachgewiesen werden.

Manchmal könne auch die Stiftung nicht weiterhelfen, erklärt Pröpstin Kallies, die sich im Stiftungsvorstand engagiert. „Aber: Mit der Barbara und Lutz Nohse-Stiftung beziehungsweise jetzt auch mit der Elisabeth-Haseloff-Stiftung können wir zumindest Frauen oder Familien unterstützen, die durch die Schwangerschaft in finanzielle Nöte geraten. “ Nach ihren Worten kommt mit Gründung der Elisabeth-Haseloff-Stiftung darin auch die Haltung des Kirchenkreises zum Ausdruck: Für das Leben – für die Familie – für die Frau. „Dafür wollen wir uns gerne engagieren.“


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