zur Navigation springen

Adventskalender : Heute vermisst Lübeck 1800 Weihnachtsmänner

vom

Für den Keller zu schade: Peter Schütt verkaufte seine durchs Guinessbuch bekannte Sammlung von Weihnachtsmännern nach Bayern – es ist die weltgrößte dieser Art. In Lübeck wollte die Figuren niemand haben.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 00:15 Uhr

Lübeck | Großer Verlust für die Weihnachtsstadt Lübeck. Bisher war hier die weltgrößte Weihnachtssammlung zu Hause. Jetzt verlassen rund 1800 Weihnachtsmänner und -Frauen die Hansestadt: Es gibt es keinen geeigneten Platz für die Figuren.

Wie er zum Weihnachtsmann-Sammeln gekommen ist, weiß der Travemünder Peter Schütt gar nicht mehr so genau. Irgendwann hatte ihn ein Bekannter angesprochen, dass er ja viele Weihnachtsmänner in der Vitrine stehen habe. Danach bekam Schütt immer mehr der Männer mit den roten Mänteln geschenkt. Darunter sind aber auch Weihnachts-Frauen sowie Exemplare aus exotischen Ländern. Sogar eine „Schmuddelecke“ mit leicht bis nicht bekleideten Exemplaren ist im Kellerraum des Sammlers entstanden.

Bereits Ende der 90er Jahre war Peter Schütt mit seiner Sammlung ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen worden. Seitdem sind es immer mehr Weihnachtsmänner geworden. Das Zählen seiner Exponate hat der Travemünder mittlerweile aufgegeben. Aber klar ist: Für den Keller ist die Sammlung viel zu schade.

Peter Schütt hat seine Weihnachtsmänner Museen und der Stadt angeboten. Doch da gab es weder Bedarf noch Platz für seine seiner Sammlung. Sein letzter Versuch war die Weihnachtsausstellung im Museumsquartier St. Annen. Von dort habe er aber nicht mal eine Antwort erhalten, berichtet Peter Schütt.

Jetzt hat der Travemünder seine Weihnachtsmänner an einen Sammler aus Bayern verkauft. Den Erlös wird er in eine Urlaubsreise mit seiner Frau nach Skandinavien investieren. Bis Ostern hat Peter Schütt noch Zeit, um Abschied von jeder einzelnen Figur zu nehmen. Was er am meisten bedauert: Jeder Weihnachtsmann steht für eine kleine Geschichte. Die gehen mit den kleinen Figuren verloren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen