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Sitzung der Lübecker Bürgerschaft : Heute entscheidet sich das Schicksal der MuK

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Die Lübecker Bürgerschaft wählt zwei neue Senatoren. Es gibt vier Kandidaten. CDU und SPD versuchen, eine Kampfabstimmung zu verhindern. In der Diskussion um die marode Musik- und Konzerthalle dürfte es hoch hergehen.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2016 | 08:37 Uhr

Lübeck | Die Lübecker Bürgerschaft wählt am Donnerstag (16.00 Uhr) zwei neue Senatoren und debattiert über die Sanierung der Musik- und Kongresshalle (MuK).

Die Zukunft der maroden Musik- und Kongresshalle betrifft das ganze Land.  Sie ist einer der Spielorte des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals, das viele Besucher anzieht. Doch in der MuK finden wegen der Bauarbeiten weniger Meschen Platz. Das bedeutet hohe finanzielle Verluste.

Die Ratsversammlung will über die Freigabe der Mittel für die Sanierung der Musik- und Kongresshalle (MuK) abstimmen, deren Konzertsaal seit Monaten wegen statischer Mängel gesperrt ist. In der Sitzung am Donnerstag soll Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) ein Konzept vorlegen, wie die Sanierung finanziert werden soll. 

Die Ertüchtigung der maroden Akustikdecke und die Erneuerung des Brandschutzes sollen nach Angaben der Stadt 8,4 Millionen Euro kosten. Wie sich die Ratsversammlung verhalten wird, ist unklar. Angesichts eines weiteren Sanierungsbedarfs von rund 14 Millionen Euro bis 2022 fordern einige Politiker, die MuK zu verkaufen oder sogar abzureißen. shz.de mit einer Chronologie der Ereignisse.

Am Dienstag hatten Mitarbeiter der MuK mehr als 3500 Unterschriften von Bürgern für den Erhalt der 21 Jahre alten Halle an den stellvertretenden Stadtpräsidenten Klaus Puschaddel (CDU) übergeben.

 

Außerdem steht eine Wahl an. Um das Amt des Innensenators bewerben sich Amtsinhaber Bernd Möller (Grüne) und der parteilose Boris Blöß. Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) stellt sich wieder zur Wahl.

Interessant wird die Wahl dadurch, dass sich sein Gegenkandidat Ludger Hinsen (CDU) für beide Posten beworben hat. CDU und SPD einigten sich jedoch im Vorfeld darauf, ihre jeweiligen Kandidaten zu unterstützen. Die CDU will Hinsen bitten, seine Bewerbung für den Posten des Wirtschaftssenators zurückzuziehen „Wir wollen ein geordnetes Wahlverfahren sicherstellen“, sagten die beiden Fraktionsvorsitzenden Andreas Zander (CDU) und Jan Lindenau (SPD).

Die beiden großen Fraktionen sollten ausgewogen im Senat, der Verwaltungsspitze der Hansestadt, vertreten sein, sagten sie. Wie sich die übrigen Fraktionen verhalten werden, ist aber noch unklar.  CDU und SPD haben in der Bürgerschaft jeweils 16 Sitze. Die Grünen stellen acht, FDP, Linke und die Wählergemeinschaft BfL je zwei Abgeordnete. Piraten, Freie Wähler und die Satirepartei Die Partei haben jeweils eine Stimme. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen bekommt. 

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