Herrentunnel im Test

Großübung Herrentunnel: Das Zusammenspiel von Hilfsorganisationen, Behörden und Tunnelbetreiber klappt.
Großübung Herrentunnel: Das Zusammenspiel von Hilfsorganisationen, Behörden und Tunnelbetreiber klappt.

Lübecker Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst haben den Ernstfall trainiert

shz.de von
26. November 2018, 16:35 Uhr

„Feuer im Herrentunnel nach Verkehrsunfall, mehrere Verletzte, unklare Lage“. So lautete die Alarmierung für die rund 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst um 20.15 Uhr. Aus verschiedenen Richtungen machten sich die Blaulichtfahrzeuge von ihren Standorten aus auf den Weg zum Herrentunnel, um dort Hilfe zu leisten. Am Unfallort galt es, eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugen zu befreien, die Patienten medizinisch zu versorgen und einen Fahrzeugbrand in einem Tunnel zu löschen. Zum Glück war dies nur eine Einsatzübung unter möglichst realistischen Bedingungen. Eine Übung dieser Art sieht die Richtlinie für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) für Tunnelbauwerke ab einer Länge von 400 Metern in regelmäßigen Abständen vor, damit die Betriebssicherheit für die Nutzer weiterhin gewährleistet ist. Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber und der Berufsfeuerwehr, den Freiwilligen Feuerwehren, den Hilfsorganisationen und den Behörden im Rahmen der Gefahrenabwehr zu trainieren.

„Der Einsatz wurde innerhalb von rund 90 Minuten erfolgreich abgearbeitet und die bestehenden Konzepte sowie die neue Gebäudefunkanlage haben einwandfrei funktioniert. Auch das Zusammenspiel mit allen beteiligten Hilfsorganisationen, Behörden und dem Tunnelbetreiber wurde hier erneut überprüft. Wir haben mehrere Übungsbeobachter aufgestellt. So ist es uns nun im Nachgang möglich, etwaige Anpassungsbedarfe unserer Konzepte zu erkennen und anschließend im Rahmen einer Überarbeitung umzusetzen“, so Christoph Funk, Übungsleiter der Feuerwehr und zuständig für die Einsatzplanung bei der Feuerwehr Lübeck.



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