zur Navigation springen

Rocker : „Hells Angels“ lösen Chapter Lübeck auf

vom

Die Rockergruppe „Hells Angels“ löst nach Angaben in einem Rockerportal ihre Niederlassung in Lübeck auf. Grund seien Politik und Polizei.

shz.de von
erstellt am 25.Dez.2013 | 19:15 Uhr

Lübeck | Aus für die „Hells Angels“ in Lübeck. Nach Angaben des Clubs auf rockerportal.de hat sich das Chapter aufgelöst – offenbar ein Erfolg der Null-Toleranz-Strategie gegen die Rocker. Das Chapter gebe wegen des „Polizeistaats“ auf. „Die Schleswig-Holsteinische Politik im Zusammenwirken mit Polizei, Justiz und Medien hat für alle ‚Hells Angels‘ in Lübeck einige grundgesetzlich garantierte und eigentlich für alle Bürger geltende Rechte außer Kraft gesetzt“, heißt es im Rockerportal. Der Club existierte damit nicht einmal drei Jahre.

Die Polizei habe diese Ankündigung zur Kenntnis genommen, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA). Die Sonderkommission „Rocker“ werde die Entwicklung in Lübeck weiter beobachten. Laut LKA hatten die „Hells Angels“ das Chapter in Lübeck am 16. Januar 2010 gegründet. Nach Einschätzung der Beamten bestand es aus etwa 20 Rockern und weiteren zehn Personen im Umfeld. Die Lübecker Rocker hätten sich nach außen unauffällig verhalten, sagte die LKA-Sprecherin.

Bürgermeister Bernd Saxe begrüßt die Auflösung. Die Begründung der Rocker sei aber absurd. „Es gibt kein Verfassungsrecht auf bandenmäßige Organisation, Gewaltkriminalität oder Zuhälterei“, sagte Saxe gegenüber den Lübecker Nachrichten.

Der niederländische Rockerclub „Satudarah“ gab an gleicher Stelle im Rockerportal bekannt, dass in Lübeck eine neue Gruppe aktiv sei. Auf der Homepage der Rocker wird die Niederlassung bereits angegeben. „Satudarah“ ist bislang hauptsächlich in den Niederlanden aktiv, hat in Deutschland aber mehrere Chapter in Nordrhein-Westfalen. Auf ihrer Homepage erklären die Niederländer ihre Nähe zum Rockerclub „Bandidos“, distanzieren sich aber davon, sich dem größeren Club anschließen zu wollen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert