Haushalt 2020 ist fertig

Sie stellten die neue Haushalts-Webseite vor: (v.l.) Manfred Uhlig, Bereichsleiter Haushalt, Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) und Nele Schmiechel vom Bereich Haushalt und Steuerung.
Sie stellten die neue Haushalts-Webseite vor: (v.l.) Manfred Uhlig, Bereichsleiter Haushalt, Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) und Nele Schmiechel vom Bereich Haushalt und Steuerung.

Lübecks 1438 Seiten starkes Zahlenwerk ist erstmals im Internet für jeden Interessierten zugänglich

Avatar_shz von
02. September 2019, 15:48 Uhr

Lübeck | Der Senat der Hansestadt tagte zu Wochenbeginn, gleich im Anschluss wurde der Haushalt für das Jahr 2020 veröffentlicht. Erstmals kann jeder problemlos nachschauen, beispielsweise welche Schule saniert wird oder mit welchen Einnahmen die Stadt durch Hundesteuer erwartet.

Den gedruckten Haushalt gibt es weiterhin. Das Zahlenwerk umfasst 1438 Seiten. Wer ein Detail nachvollziehen möchte, sollte einige Verwaltungserfahrung mitbringen. Seit wenigen Tagen gibt es den Haushalt der Hansestadt auch online unter www.luebeck.de/haushalt. Dort finden Interessierte eine allgemeine Übersicht, eine Suchfunktion, zum Beispiel nach „Gymnasium“ und eine Aufgliederung der einzelnen Bereiche der Stadt. „Eltern können nachschauen, wann die Schule ihrer Kinder saniert wird", sagt Bürgermeister Jan Lindenau.

Verwendet wird eine einfache Standard-Software, die schon in 600 Kommunen im Einsatz ist. „Wir mussten die Lizenz kaufen, weitere Kosten gibt es nicht“, sagt Lübecks Kämmerer Manfred Uhlig zu dem neuen System. Das wird auch die Arbeit in der Verwaltung erleichtern, denn jetzt können Anfragen zum Haushalt schnell beantwortet werden.

Nach aktuellen Schätzungen wird die Stadt in diesem Jahr einen Überschuss von neun Millionen Euro statt des geplanten Verlustes von 8,6 Millionen Euro machen. Ein Grund: Alle rund 200 Kreditverträge wurden geprüft und nach Möglichkeit neu abgeschlossen. Aktuell zahlt die Stadt für langfristige Kredite „kaum“ Zinsen, bei kurzfristigen Anleihen bekommt sie Geld dazu. Dadurch müssen zwei Millionen Euro weniger Zinsen gezahlt werden als bisher vorgesehen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen