Hansestadt will 50 Prozent mehr ausländische Touristen

Das Holstentor macht Lübeck auch international bekannt. Die Hansestadt will den Anteil ausländischer Gäste steigern.
Das Holstentor macht Lübeck auch international bekannt. Die Hansestadt will den Anteil ausländischer Gäste steigern.

Lübeck geht mit dem Tourismuskonzept „2020plus“ optimistisch ins neue Jahr 2015

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30. Dezember 2014, 15:34 Uhr

Mit Beginn des Jahres 2015 geht Lübecks Tourismuskonzept 2020plus in die zweite Runde. Jetzt soll um ausländische Touristen geworben werden. Ziel: Die Zahl der Übernachtungen soll um 50 Prozent steigen. Der Umsatz mit den Gästen aus anderen Ländern soll von 32,7 Millionen Euro auf 47,86 Millionen Euro steigen.

Nach dem Konzept „Lübeck 2020plus“ soll die Zahl der Übernachtungen in Lübeck auf über zwei Millionen im Jahr steigen. In diesem Jahr stehen die ausländischen Gäste im Mittelpunkt. „Andere Städte ziehen aus den internationalen Märkten deutlich zweistellige Wachstumsraten, in Lübeck liegt die Wachstumsrate der vergangenen Jahre bei nur 3,8 Prozent (2006 bis 2011), in den Jahren 2012/13 sogar bei nur 3,5 Prozent“, so die städtische Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM). Im Jahr 2013 wurden 270  501 Übernachtungen ausländischer Gäste gezählt, 2020 könnten es 402  459 sein.

Das soll sich ändern: Mit rund 30  000 Euro im Jahr wird Lübeck fit gemacht, um ausländische Touristen besser zu empfangen. Dazu gehören mehrsprachige Speisekarten in den Restaurants, mehrsprachige Internetauftritte, zum Beispiel der Museen, und eine verbesserte Akzeptanz von Kreditkarten.

Mit jeweils rund 50  000 Euro im Jahr soll in Schweden, Dänemark und Dänemark für einen Besuch in Lübeck geworben werden. Für Norwegen, Schweiz, Italien, Finnland und Großbritannien sind jeweils 30  000 Euro eingeplant. In Frankreich und Österreich wird 20  000 Euro in Online-Kampagnen und Pressereisen investiert.

Insgesamt werden in den kommenden drei Jahren jeweils 550  000 Euro benötigt. Die kann Lübeck nicht alleine stemmen. Mindestens 50 Prozent sollen aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung stammen, 80  000 Euro pro Jahr geben Hotels, Kaufmannschaft, Lübeck Management und Unternehmen wie Ikea und die Sparkasse dazu. Die LTM wird intern 75  000 Euro pro Jahr umschichten.

Wenn das Marketing klappt, profitieren nicht nur Hotels, Restaurants und Gewerbe. Lübeck kann dann mit einer Steigerung an Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer und Tourismusabgaben von rund 500  000 Euro im Jahr rechnen.

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