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Guter Start für die Stiftungsuniversität

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In sechs Wochen bereits mehr als zwei Millionen Euro an Zuwendungen

Die in eine Stiftungsuniversität umgewandelte Universität zu Lübeck will 50 Millionen Euro an privaten Fördermitteln bis 2025 einwerben. „Das Geld soll für die weitere Schärfung des Profils und die Entwicklung eines modernen Life Sience Campus eingesetzt werden“, sagte Uni-Präsident Hendrik Lehnert. Seit Anfang des Jahres seien Zuwendungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro eingegangen, sagte Lehnert.

Ursprünglich war die Hochschule von Stiftungen in Höhe von zehn Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren ausgegangen. Die Hochschule erhofft sich von der Umwandlung in eine Stiftung öffentlichen Rechts mehr Autonomie.

Der Landtag hatte im September 2014 per Gesetz der Umwandlung der Universität zugestimmt. An der staatlichen Finanzierung der Hochschule ändert sich nichts, sie kann aber von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen zusätzliche Mittel einwerben und so einen Kapitalstock aufbauen, der Raum für zusätzliche Ausgaben schafft. Lehnert: „Es ist gesetzlich geregelt, dass die Landesmittel nicht gekürzt oder gestrichen werden.“

Das ist auch den Studierenden wichtig. Die Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta), Birte Stoeter, begrüßte das neue Hochschulmodell, betonte aber, dass sich der Staat nicht aus der Grundfinanzierung der Universität zurückziehen dürfe.

Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer: „Das Land bringt dem neuen Format Stiftungsuniversität großes Interesse entgegen. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, sich noch stärker ideell und materiell mit seiner Universität, der Stadt und der Region zu identifizieren.“

 Zu den Großstiftern, die seit Jahresbeginn bereits Geld gegeben haben, gehört die Lübecker Possehl-Stiftung mit 1,3 Millionen Euro für den Auf- und Ausbau der internen und externen Kommunikation und der Geldbeschaffung. Die Jürgen Wessel Stiftung gibt mehr als 500  000 Euro für den Kapitalstock und die Parcham’sche Stiftung 200 000 Euro für Einrichtung von zusätzlichen studentischen Arbeitsplätzen in der Hochschulbibliothek. Außerdem sollen im laufenden Jahr nach Angaben Lehnerts Stiftungsprofessuren für insgesamt fünf Millionen Euro eingerichtet werden.   „Diese Initialspenden zeigen, wie attraktiv das Modell der Stiftungsuniversität für potenzielle Förderer ist. Damit machen wir uns unabhängiger von politischen Strömungen und Stimmungen“, sagte der Vorsitzende des Vereins der Alumni, Freunde und Förderer der Universität, Björn Engholm. Die Universität zu Lübeck stand bereits mehrmals auf der Sparliste der Landesregierung. Zuletzt hatten im Januar Pläne der Finanzministerin für Aufregung gesorgt, die Mittel für die Hochschulmedizin in Lübeck und Kiel zu kürzen.

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