Große Pläne für Blankensee

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Vier Eigentümer in neun Jahren: Jetzt will die Pu-Ren-Gruppe den Lübecker Airport betreiben

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11. Juli 2014, 16:38 Uhr

Die Erwartungen an ihn sind hoch – das gibt der neue Lübecker Airport-Chef unumwunden zu. Markus Matthießen – ehemaliger Bank-Filialleiter, Ex-Landtagsabgeordneter und zurzeit Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Stadtvertretung Lauenburg/Elbe – hat sich gestern als neuer Geschäftsführer des Lübecker Flughafens der Öffentlichkeit vorgestellt. Wenige Stunden zuvor hatte die Bürgerschaft der Hansestadt der Übernahme des insolventen Regional-Airports durch die chinesische Pu-Ren Germany GmbH in einer nicht-öffentlichen Sitzung zugestimmt. Der vom Elmshorner Insolvenzverwalter Dr. Klaus Pannen gefundene neue Investor – jetzt der vierte Eigentümer in neun Jahren – schien die Politiker überzeugt zu haben. Am 1. August soll die Pu-Ren Germany GmbH mit Matthießen als Geschäftsführer den Airport übernehmen.

„Einen Hochglanzprospekt mit hehren Zielen gibt es noch nicht“, scherzte Matthießen angesichts der kurzfristigen Verhandlungen in der Insolvenzzeit des Airports. Dennoch schmiedet Pu-Ren große Pläne: Ziel sei es, eine „schwarze Null“ zu erwirtschaften. Dazu sollen langfristig eine Million Passagiere pro Jahr angepeilt werden. „Das Potenzial ist da“, sagte Matthießen. Ein unterschriebener Vertrag mit einer Airline liege bereits seit Längerem vor, sagte der neue Flughafen-Chef. Jetzt müsse man wieder in die Gespräche einsteigen. Und man sei in Verhandlungen mit zehn weiteren Fluggesellschaften.

Einen Zeitplan mochte der 41-Jährige jedoch nicht nennen – ebenso schwieg er zum Kaufpreis, den die Pu-Ren gezahlt hat. Der alleinige Gesellschafter der in Hongkong registrierten Pu-Ren-Group, Chen Yongqiang, will bereits in der kommenden Woche nach Lübeck reisen, um die notwendige Unterschriften zu leisten. Pu-Ren stehe finanziell gut da, so Matthießen; ein Stammkapital von umgerechnet 660 Millionen Euro könne das 2006 gegründete Unternehmen vorweisen. Blankensee sei die erste Investition im Ausland. Den Kauf des Aiprorts nannte Matthießen eine strategische Investition. Bislang betreibt die Pu-Ren-Gruppe in China drei Krankenhäuser und plant den Neubau eines Flughafens.

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