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Gemeinnützige: Seit 225 Jahren im Dienst der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bildung und soziales Engagement: Die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeiten in Lübeck kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. In diesem Jahr wird sie 225 Jahre alt. Zum Festakt wird auch Ministerpräsident Torsten Albig erwartet, um mit den rund 1900 Mitgliedern zu feiern.
Ihr 225. Gründungsjubiläum begeht in diesem Jahr die „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit“. Die Bürgerinitiative aus dem Geist der Aufklärung wurde 1789 gegründet. Als Gründungsvater gilt Archidiakon Ludwig Suhl (1752-1819). Suhl war Theologe, Jurist und Pädagoge. Er arbeitete als Subrektor des Katharineums und war damit für die Stadtbibliothek zuständig. Zunächst war die Gemeinnützige – wie in Lübeck abgekürzt gesagt wird – nämlich eine literarische Gesellschaft, in der man zu Vorträgen zusammenkam. Diese Dienstagsvorträge gibt es bis heute. Viele Einrichtungen zum Wohle der Lübecker gingen von der Gemeinnützigen aus. So zum Beispiel eine „Sonntagsschule für Kinder aus armen Verhältnissen“ (1795) oder die „Freie Zeichenschule" im gleichen Jahr.

Auch eine „Industrieschule für Mädchen“ (1797), die Schwimmschule (1798), die „Creditkasse für Gewerbetreibende“ (1800), eine „wohlfeile Speiseanstalt“ (1800), ein Lehrerseminar (1807), die Navigationsschule (Seefahrtsschule) im Jahr 1808, die Sparkasse (1817) oder der Verein für Geistesschwache, aus dem sich im Laufe der Zeit die Vorwerker Heime entwickelten. Auch das erste Museum in Lübeck war Anfang des 20. Jahrhunderts eine Idee der Gemeinnützigen.

Gefeiert wird zwar das ganze Jahr über – aber: Der Festakt findet am 6. April im Kolosseum statt, zu dem auch Ministerpräsident Torsten Albig und Bürgermeister Bernd Saxe erwartet werden. Dann wird auch die Festschrift unter dem Titel „Ideen für Lübeck. bewegen. fördern. gestalten.“ erscheinen.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 14:19 Uhr

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