Im Graben in Mönkhagen : Gefesselt aufgefundene Lübeckerin wurde offenbar in Kastenwagen entführt

Ermittler am Fundort der Lübeckerin.

Ermittler am Fundort der Lübeckerin.

Bei einer Befragung konnte die junge Frau weitere Angaben zur Tat machen. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen.

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17. Oktober 2019, 09:04 Uhr

Lübeck/Mönkhagen | Nach einer weiteren Befragung der 20-jährigen Lübeckerin, die am Wochenende in Mönkhagen (Kreis Stormarn) gefesselt aufgefunden wurde, gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei dem von den Tätern benutzten Fahrzeug um ein größeres Transportfahrzeug mit einem geschlossenen Kastensystem gehandelt haben muss. Das teilte die Lübecker Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Es sei möglich, dass die Täter den Ort, an dem die Frau später gefesselt und geknebelt zurückgelassen wurde, bereits vor der Tatbegehung ausgekundschaftet haben könnten. Es ist daher nicht auszuschließen, dass der Transporter am späteren Auffindeort des Opfers in der Feldmark bei Mönkhagen bereits vorher jemandem aufgefallen ist.

Der Fundort der jungen Lübeckerin.
Polizei

Der Fundort der jungen Lübeckerin.

Weiterlesen: Gefesselte 20-Jährige: Täter hinterließ möglicherweise auffällige Reifenspuren

Der rote Pfeil markiert den Fundort der gefesselten Studentin. Auf dem Feld daneben: Frische Reifenspuren (blaue Pfeile). Möglicherweise wurde ein Ablageort ausgekundschaftet oder der matschige Feldweg gemieden, um keine Abdrücke zu hinterlassen. Gewendet wurde nicht, sondern in der Spur wieder rückwärts herausgefahren.
Kröger

Der rote Pfeil markiert den Fundort der gefesselten Studentin. Auf dem Feld daneben: Frische Reifenspuren (blaue Pfeile). Möglicherweise wurde ein Ablageort ausgekundschaftet oder der matschige Feldweg gemieden, um keine Abdrücke zu hinterlassen. Gewendet wurde nicht, sondern in der Spur wieder rückwärts herausgefahren.

 

Zeugen, denen das größere, geschlossene Transportfahrzeug im Zeitraum vor dem 12. Oktober in der Feldmark an der Segeberger Landstraße bei Mönkhagen aufgefallen ist, werden gebeten, sich unter 0451-1310 mit dem Kommissariat 11/ „EG Werft“ der Kriminalpolizei Lübeck in Verbindung zu setzen.

Die junge Frau war am Samstagmorgen um 8.30 Uhr im Straßengraben in der Nähe von Lübeck gefunden worden, sie war mit Klebeband gefesselt und laut Polizei in „hilfloser Lage“ und verletzt.

Gefunden hatte sie ein Autofahrer, als er sich zur Verrichtung seiner Notdurft in einen Knick in einer Straße zwischen Mönkhagen und Stockelsdorf begab.

Hinweise erbeten

In der Feldmark erfolgte eine umfangreiche Spurensuche, zudem laufen Befragungen im befreundeten Umfeld der Geschädigten. Darüber hinaus sucht die Kriminalpolizei nach Zeugen, die Angaben zu diesem Sachverhalt machen können.

Beschreibung des Mädchens

Die Geschädigte ist etwa 180 Zentimeter groß, hat eine schlanke Statur und blonde, schulterlange Haare. Sie trug ein schwarzes T-Shirt und dazu eine schwarze Jeans mit freien Knöcheln und grüne Adidas-Sneaker. Um den Hals trug sie eine Goldkette.

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