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Erste Sperrungen : G7-Treffen: Wo Lübeck stillsteht – und tanzt

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Aus der Onlineredaktion

Autofahren, Busfahren, Einkaufen: Was am Montag, Dienstag und Mittwoch in Lübecks Altstadt geht - und was nicht. Bei der ersten Demo gab es viel Bewegung.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2015 | 07:00 Uhr

Lübeck | Bei der ersten Demonstration gegen das Außenministertreffen der G7-Staaten in Lübeck sind am Montagabend rund 500 Menschen durch die Innenstadt gezogen. Sie protestierten tanzend gegen die zweitägige Konferenz.

Die erste Demo am Montagabend in Lübeck gegen das G7-Treffen.
Die erste Demo am Montagabend in Lübeck gegen das G7-Treffen. Foto: dpa
 

Die Teilnehmer zogen vom Bahnhof durch die Altstadt, um sich nach Veranstalterangaben „den Frust über den Kapitalismus von der Seele zu tanzen“. Mit bunten Bändern und Luftballons ausgestattet folgten sie einem Laster, aus dem laute Musik drang. Auf Transparenten standen Losungen wie „Stop G7!“, „Für das Ende der Traurigkeit“ oder „Heute ist ein guter Tag zum Tanzen“.

Insgesamt wurden drei Platzverweise ausgesprochen, teilt Polizeisprecherin Carola Aßmann mit. Außerdem gab es zwei Anzeigen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetzes. Ingesamt spricht die Polizei von einem friedlichen Verlauf des Protests.

Das G7-Treffen startet erst am Dienstag, der Ausnahmezustand in der Stadt hatte aber bereits am Montagvormittag begonnen. Früher als geplant hat die Polizei am Montag einen Teil der drei geplanten Sicherheitsbereiche zum G7-Außenministertreffen abgesperrt. Bereits kurz nach 8 Uhr sei die Willy-Brandt-Allee vom Holstentor bis zur Musik-und Kongresshalle gesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher.

An der Willy-Brandt-Allee hatten sich unbekannte Personen an einem Stromkasten zu schaffen gemacht, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem fand die Polizei am Holstentorplatz Pflastersteine, die in öffentlich zugänglichen Abfallbehältern deponiert waren.

Autofahren

Anfang der Woche sind Teile der Lübecker Innenstadt geperrt. Anwohner dürfen ihre Autos kostenlos auf den eigentlich gebührenpflichtigen Parkplätzen an der Kanalstraße abstellen. 

Folgende Sicherheitszonen in Lübeck sind vorgesehen:

  • Südliche Wallhalbinsel, Bereich Radisson Hotel/MuK + Lastadie am Montag 13. April bis Veranstaltungsende und am 15. April.
  • Hansemuseum (Anwohnerparkplätze sind nicht nutzbar) am Montag und Mittwoch ganztägig
  • Rathaus (Markt inkl. Arkaden), Parkplatz Schüsselbuden, Marienkirchhof, Montag ab 15 Uhr und Dienstag ganztägig

Die Autobahnen 1 und 20 sind laut Polizei wie geplant frei.

Busfahren

Die Linienfahrzeuge des Stadtverkehrs (SL) und der LVG fahren ab Montag 17 Uhr bis Dienstag zum Betriebsende nicht mehr ihren normalen Linienweg über die Altstadtinsel, wo täglich mindestens 30.000 Menschen zu- oder aussteigen. Alle Buslinen müssen vom ZOB/Hauptbahnhof über den Lindenplatz zur Wallstraße und dann zum Mühlentorteller fahren. Von dort aus geht es weiter auf dem Linienweg Richtung Ratzeburger Allee und Kronsforder Allee, Richtung Gustav-Radbruch-Platz über Hüxtertorallee, Falkenstraße bis zum Gustav-Radbruch-Platz und weiter auf dem Linienweg. Die Linie 5 fährt ab Mühlentorteller über Hüxtertorallee und ab Moltkestraße weiter auf ihrem Linienweg. Informationen zum öffentlichen Nahverkehr gibt es unter www.stadtverkehr-luebeck.de. Fragen beantwortet der Stadtverkehr unter der Telefonnummer 0451/888-2828.

Einkaufen

Auch Geschäfte in der Altstadt haben angekündigt, während des G7-Treffens zu schließen - auch aus Angst vor einer Eskalation der Gegen-Demos und Krawallen. Die Polizei erwartete im Vorfeld bis zu 5000 Gegendemonstranten in Lübeck - unter anderem von dem Bündnis  „Stop G7 Lübeck“. Für 3500 Polizisten wurde am Freitag ein Containerdorf errichtet.

Sich Informieren

Wer sich über die praktischen Auswirkungen des G7-Treffens informieren will, kann das Bürgertelefon der Polizei unter den Rufnummern 0451/131-2222 oder 0451/131-223  erreichen: am Montag und Dienstag zwischen 7 und 22 Uhr und am Mittwoch von 7 bis 19 Uhr. Am Samstag zählte die Polizei bereits 170 Anrufe, am Sonntag 216. Die meisten Fragen drehen sich um die Absperrungen.

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